Fußball : Boisheim stellt sich neu auf

Nach dem erneuten Abstieg aus der Fußball-Kreisliga B bastelt Trainer John Hesen nun an seinem neuen Team. 14 neue Spieler sind gekommen. Das Ziel für die neue Spielzeit ist, einen deutlichen Schritt nach vorn zu machen.

Vor zwei Jahren hatte sich der TSV Boisheim zu einem Neuanfang entschlossen. Damals spielte der Klub noch in der Kreisliga C und mit Trainer Klaus Ernst sollte der Aufstieg geschafft werden.

Vor allem als Verein, als Heimat für seine Fußballer und Freunde, wollte der Klub aus dem kleinsten Stadtteil Viersens wachsen. Ein schönes Vereinsheim, das sich damals noch im Bau befand, trägt inzwischen längst zum Wohlfühl-Paket bei, das die Boisheimer geschaffen haben. Sportlich gelang der Aufstieg in die Kreisliga B im vergangenen Sommer, danach verließ Ernst jedoch etwas überraschend den Klub.

Sein Nachfolger war mit John Hesen ein sehr erfahrener Trainer, dem es gelang, die neue Klasse zu halten. "Wir hatten eine sehr schwierige Saison mit vielen Verletzten und auch ein paar Spielern, die meinen Weg so nicht mitgehen wollten", sagt Hesen, der dann einen sauberen Schnitt für besser hielt. So wurde das Personal knapp, was am Ende mehr als den Verbleib in der Kreisliga B nicht zuließ.

Nun heißt das Ziel für die neue Spielzeit zunächst, einen deutlich sichtbaren Schritt nach vorn zu machen. Dazu kamen 14 neue Spieler zum TSV, was nicht nur die Erste Mannschaft, sondern auch die Reserve stärken wird.

Damit auch hier positive Trends gesetzt werden können, wurde mit Jürgen Kalina ein weiterer erfahrener Coach verpflichtet. "Er war bereit, einen Schritt zurückzumachen, und das ist für uns natürlich perfekt", sagt der Sportliche Leiter Bernd Stöcker, der mittelfristig mit der Ersten in die höchste Kreisspielklasse möchte. "Aber da wollen wir vernünftige Schritte machen und nichts überhasten", fügt er an. John Hesen hat als Coach eine ganz konkrete Vorstellung davon, wo er auf Sicht mit seiner Mannschaft hin will. "Ich möchte erreichen, dass unsere Gegner Angst haben, wenn sie bei uns spielen müssen", sagt er im Wissen, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist.

Für den Zweiten Vorsitzenden Rainer Thielmann spielt das Paket rund um den Platz auch eine Rolle. "Wir haben als kleinster Verein hier in der Gegend nur die Möglichkeit, Spieler zu uns zu holen, wenn wir ihnen hier ein Vereinsleben bieten können, in dem sie sich wohlfühlen", stellt er heraus.

Ideal wäre dafür, wenn der Aschenplatz, den der Verein in Eigenregie pflegt, durch einen Kunstrasen ersetzt würde. "Der stellvertretende Bürgermeister hat uns zuletzt in Aussicht gestellt, dass es 2015 so weit sein könnte", verrät Thielmann. Und bis dahin wird der Verein versuchen, auch sportlich den nächsten Schritt zu machen.

(kpn)