Frauen des Rheydter SV als große Überraschung, TV Lobberich Mittelmaß

Handball : Rheydter Frauen sind die große Überraschung der Hinrunde

Nach Abschluss des ersten Saisonabschnitts rangiert der RTV in der Oberliga auf dem dritten Platz. Der TV Lobberich ist dagegen ins Mittelmaß abgerutscht.

Auch bei den Frauenteams aus der Region endete am vergangenen Wochenende die Hinrunde. Und in der Oberliga ist der Rheydter TV die eigentliche Überraschung. Die Mannschaft findet sich auf Platz drei, lediglich drei Punkte hinter dem Spitzenreiter TV Aldekerk II. Und das ist auch absolut verdient.

Vor der Saison wurde das Team punktuell verstärkt, was eine größere Tiefe im Kader zur Folge hatte. Auch die deutlich bessere Konstanz in den Leistungen ist bemerkenswert, mittlerweile hat die Mannschaft das System von Trainer Manfred Wählen, der die Verantwortung im zweiten Jahr hat, verinnerlicht. Vergangene Saison gab es nach höheren Rückständen doch den einen oder anderen Einbruch, wovon in dieser Spielzeit nichts mehr zu sehen ist. Der RTV legt einen unbändigen Siegeswillen an den Tag und gibt sich zu keinem Zeitpunkt auf. Die Mannschaft etwickelt sich stets weiter. Daher ist auch damit zu rechnen, dass sie sich in den ganz oberen Tabellenregionen etablieren wird. „Wir hatten eine gute Vorbereitung und einen guten Start in die Saison“, freut sich Wählen. „Die neuen Spielerinnen waren schnell integriert und haben der Mannschaft, die eine tolle Mentalität besitzt, sichtlich gut getan. Wir werden uns noch weiterentwickeln, Woche für Woche alles geben und dann am Ende sehen, was herauskommt.“ Am Samstag steht das erste Rückrundenspiel daheim gegen Gräfrath an (Hinspiel 28:26).

Dagegen ist der TV Lobberich mittlerweile etwas in das Mittelmaß abgerutscht, obwohl die Mannschaft einen sehr attraktiven Handball spielt. Kanckpunkt ist jedoch häufig die Leistung in der Defensive, wo immer wieder Schwächen offenbart werden. Allerdings musste der TVL auch den Ausfall von Sara Fenkes verkraften, deren Erfahrung gerade in engen Spielen doch fehlt. Nach ihrem Kreuzbandriss ist sie zwar auf dem Weg der Besserung, doch ein Einsatz in dieser Saison ist nicht mehr geplant. Die Mannschaft hat ein enormes Potenzial, was sie jedoch häufiger abrufen muss, sie ist jedoch auf jeden Fall in der Lage, in der Tabelle noch ein paar Plätze gutzumachen. „Leider haben wir in den letzten Wochen etwas an Boden verloren“, erklärt Trainer Marcel Schatten. „Vor einigen Wochen konnten wir noch auf Platz zwei oder drei schielen, aber uns fehlt leider die berühmte Konstanz. Daran müssen wir mit viel Training und Fleiß arbeiten. Wir wollen wieder zurück in das obere Drittel und das Ziel ist zumindest noch den fünften Tabellenplatz zu erreichen.“ Da käme ein Heimsieg gegen den TV Biefang (Hinspiel 23:28) am Sonntag sicher sehr gelegen.