Bezirksliga-Abstieg haut den TSV Kaldenkirchen nicht um

Fußball : TSVKaldenkirchen setzt trotz Abstieg weiter auf jungen Kader

Nach nur einer Saison müssen Kaldenkirchens Fußballer zurück in die Kreisliga A. Trainer André Küppers sieht den Kader gut aufgestellt.

(vdb) Für die Fußballer des TSV Kaldenkirchen war es nur ein kurzes Intermezzo in der Bezirksliga. Nur ein Jahr nach dem Aufstieg geht es – ähnlich wie vor fünf Jahren – wieder in die Kreisliga A.

Der Saisonverlauf Die verkorkste Hinrunde war eine zu große Hypothek für Kaldenkirchen. Der Aufsteiger holte nur neun Punkte und verpasste es, viele enge Spiele für sich zu entscheiden oder wenigstens einen Zähler zu holen. Sinnbildlich war da schon das erste Saisonspiel gegen Fortuna Dilkrath, als der TSV stark spielte, zwischenzeitlich sogar führte und am Ende doch mit 1:2 unterlag – da standen noch Michael Bieck und Uli Haas an der Seitenlinie, doch das Trainerduo warf Anfang Oktober das Handtuch. Nach der Winterpause folgten zwei weitere Niederlagen, ehe Kaldenkirchen plötzlich wieder Morgenluft schnupperte. Die Mannschaft von Trainer André Küppers holte in vier Spielen in Folge unter Flutlicht zehn Punkte und durfte wieder ein klein wenig vom Klassenerhalt träumen. Doch der Rückstand war zu groß.

Das Positive Die Einstellung des Vereins kann sich sehen lassen. Der Abwärtstrend im Laufe der Saison brachte die Verantwortlichen nicht von dem Weg, weiter auf ein junges Team mit vorrangig Eigengewächsen zu setzen – und so wird es auch in der nächsten Saison weitergehen. Zudem gab sich die Mannschaft auch nicht auf, als die Situation schon längst aussichtslos war.

Das Negative Fast ausschließlich auf eine junge Mannschaft zu setzen, machte sich in einigen Spielen dann aber auch bemerkbar. In unzähligen Partien führte der TSV, doch er gab seine Vorsprünge meist aus der Hand. Zudem fand das Team zwischenzeitlich keine Mittel, um den Weg aus einer langen Negativserie heraus zu finden – der TSV blieb ab Mitte der Hinrunde für ganze 13 Spiele ohne einen Sieg.

Personalien Es wird sich nicht viel ändern im Kader des TSV. Bei den bereits bekannten Abgängen Levin Lintjens (ASV Süchteln), Soner Köse (SSV Grefrath) und Jonas Gomes dos Santos (1. FC Viersen) ist es geblieben. Als Neuzugänge hat Kaldenkirchen bisher Patric Jacobs (TSV Boisheim) und Marlon Smikalla (1. FC Viersen) vermeldet.

Die Aussichten Kaldenkirchen wird den eingeschlagenen Weg unermüdlich fortführen. Ob mit der jungen Mannschaft die direkte Rückkehr in die Bezirksliga gelingen kann, wird sich zeigen. „Wir wissen, dass wir als Absteiger einer der gejagten Teams sein werden und dadurch in jedem Spiel den Status des Favoriten innehaben. Der Aufgabe stellen wir uns“, sagt TSV-Trainer André Küppers.