Leichtathletik: Berliner gewinnt den Burglauf

Leichtathletik : Berliner gewinnt den Burglauf

Matti Markowski nutzte die zehn Kilometer als Trainingslauf und ließ der Konkurrenz keine Chance. Bei den Frauen siegte Sarah Schönbrodt, die Team-Wertungen gewann der OSC Waldniel.

Leichtathletik Der 23-jährige Matti Markowski kam, sah und siegte. Beim Burglauf von TuRa Brüggen landete der Kölner Sportstudent einen überlegenen Start-Ziel-Sieg in 33:25 Minuten. Der Berliner lief ohne Vereinsangehörigkeit. "Ich laufe nicht mehr leistungsorientiert", sagt er. Dennoch stehen auf der Bahn die 10 000 Meter mit 29:48 Minuten zu Buche und die 5000 Meter in 14:45. Der einstige U 20-Vize-Europameister machte sich einen Namen als Pacemaker von Irina Mikitenko, als sie vor vier Jahren in Berlin mit 2:19,19 Stunden Deutschen Marathon-Rekord der Frauen lief.

"Ich war noch nie hier in der Gegend. Es war eine abwechslungsreiche Strecke mit Waldwegen und Asphalt unter den Füßen", sagte Matti Markowski. Er ordnete das Rennen in Brüggen als guten Trainingslauf ein: "Ich bin ziemlich locker gelaufen." Er zeigte sich am Ende etwas enttäuscht, weil er mit einer Geldprämie gerechnet hatte. Zur Siegerehrung befand er sich deshalb schon wieder auf dem Heimweg. Für den Lauf in Brüggen war er von Köln mit dem Zug bis Mönchengladbach gefahren und setzte sich dort in den Bus bis Elmpt. Die restlichen Kilometer bis zum Start in Brüggen war er zu Fuß gegangen.

Seine ihm zustehenden dreiLiter Bier mit dem riesigen Glas als Siegtrophäe trank der Zweitplatzierte Kai Weyers (34:03) an und übergab es dem Drittplatzierten Sebastian Gisbertz (35:23). Weyers ließ sich als "Kreismeister aller Kreismeister" im Leichtathletikkreis Niederrhein feiern. "Mehr ging heute nicht. Der Rennverlauf war genau richtig für mich", meinte der Brüggener, der am Ende nur drei Sekunden an seiner Bestzeit vorbei gelaufen war. Der 18-Jährige schränkte wohl ein: "Vielleicht wäre ich doch schneller gelaufen, wenn jemand dabei gewesen wäre."

Bei den Frauen setzte sich Sarah Schönbrodt (OSC Waldniel) als schnellste Frau des Kreises mit 39:03 Minuten durch. Sie hatte schon monatelang keinen Wettkampf mehr bestritten: "Ich bin überrascht, wie gut es trotzdem bei mir gelaufen ist. Die Verletzung ist noch nicht ganz auskuriert, aber ich bin auf dem Wege der Besserung." Die 19-jährige Laura Laermann (Mönchengladbacher LC), die gerade mit dem Frauen-Triathlon-Team in die NRW-Liga aufgestiegen war, erzielte als Zweite aller Frauen 39:38. Es war ihr letzter Lauftest vor den Weltmeisterschaften der Duathleten im französischen Nancy. Der OSC Waldniel gewann sowohl bei den Männern (Kai Weyers, Sebastian Gisbertz und Rene Giesen) als auch bei den Frauen (Sarah Schönbrodt, Anna Schmitz und Silke Bommes) die Teamwertung, die jeweils mit 150 Euro verbunden war.

(off)
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