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Handball: Aufsteiger Lobberich mischt die Liga auf

Handball : Aufsteiger Lobberich mischt die Liga auf

Der Oberligist siegte gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken mit 37:1. Weil der Mitkonkurrent um Platz zwei, Borussia Mönchengladbach, bei den Bergischen Panthern patzte, sind die Lobbericher punktgleicher Tabellenzweiter.

Schmucklos, aber klar und eindeutig kamen die Handballer des TV Lobberich zu ihrem 37:31-Erfolg gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken. Da Borussia Mönchengladbach das Verfolgerduell der Oberliga bei der HSG Bergische Panther 30:38 verlor, beenden die Lobbericher ihr überragendes erstes Halbjahr in der Oberliga punktgleich mit den Borussen auf dem zweiten Tabellenplatz. Der Rückstand der beiden Kontrahenten auf Tabellenführer TV Aldekerk beträgt vier Punkte.

Besser hätte es für die Lobbericher kaum laufen können. Der Aufsteiger lehrt die Arrivierten in der Liga das Fürchten. Auch die Spieler des MTV Rheinwacht Dinslaken mussten sehr schnell erkennen, dass gegen diesen TV Lobberich nicht viel zu holen sein würde. Die Hausherren gaben von der ersten Sekunde an den Takt vor. Über 1:0 und 6:2 erarbeiteten sie sich eine sukzessive einen komfortablen Vorsprung. Zur Pause führten die Lobbericher 17:13. Nach dem Wechsel setzten sie ihr Spiel fort und bauten den Abstand aus. Die Gastgeber führten permanent mit sechs bis acht Toren.

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Die Gäste aus Dinslaken fanden schlichtweg nicht die Mittel, um die Lobbericher in der Abwehr ernsthaft und auf Dauer in Bedrängnis zu bringen. Marius Timofte zog zwar wie gewohnt die Fäden und setzte seine Mitspieler ein. Die Lobbericher waren darauf aber gut eingestellt und schlossen sehr schnell die Lücken, in die der Routinier der Dinslakener seine Mitspieler schickte. Sie kamen zwar immer mal wieder über die Außen oder die Seiten zum Erfolg. Das Zentrum aber war weitgehend dicht. Von daher trafen im Wesentlichen nur Timofte (6) und Sebastian Brandscheid (11).

Vorne im Angriff spielten die Lobbericher im sicheren Gefühl des Sieges sehr routiniert - ohne das gesamte Potenzial ausschöpfen zu müssen. Je nach Bedarf fanden sie in Richard Pasch oder Dennis Föhles die wurfgewaltigen Akteure im Rückraum oder mit den Liedtke-Brüder oder Kreisläufer Jochen Schellekens die sich bietenden Lücken in der Nahwurfzone der Gäste aus Dinslaken.

Trainer Jurek Tomasik sprach hinterher von einem erwartungsgemäßen Erfolg. Seine Mannschaft habe sich nach der deutlichen Führung zwar einige Flüchtigkeitsfehler erlaubt. Doch die konnte er nach dieser starken Hinrunde aber einfach weglächeln. "Heute waren es müde Krieger, die von mehreren Schlachten gezeichnet waren. Die Jungs waren fix und fertig", sagte Tomasik. Es gebe überhaupt keinen Grund, irgendetwas zu kritisieren. "Das war ein herausragendes Jahr", sagte er hoch zufrieden.

Für den TV Lobberich geht die Saison am 10. Januar weiter. Dann treten die Lobbericher im Verfolgerduell der Liga bei Borussia Mönchengladbach an.

(wiwo)