ASV Süchteln vor dem Auswärtsspiel beim VfR Fischeln

Fußball-Landesliga : Eine Reise in die Vergangenheit

Fabian und Philipp Wiegers vom Fußball-Landesligisten ASV Süchteln waren vorige Saison noch für Fischeln aktiv. Philipp spielte drei Jahre für den nächsten Gegner.

Wenn der ASV Süchteln am Sonntag in der Fußball-Landesliga beim VfR Fischeln gastiert, ist das für zwei Neu-Süchtelner eine Reise in die Vergangenheit: Fabian Wiegers trainierte den Landesligisten in der vergangenen Saison, sein jüngerer Bruder Philipp trug vor seinem Wechsel gar drei Jahre lang das VfR-Trikot.

„Das ist in gewisser Weise natürlich ein besonderes Spiel“, sagt Philipp Wiegers. „Ich hatte in Fischeln eine schöne Zeit.“ Vor allem die Aufstiegssaison, als in der Oberliga sensationell der vierte Platz erreicht wurde, halte er in bester Erinnerung. „Dass wir dann ein Jahr später abgestiegen sind, ist aber umso bitterer.“ Und auch für Wiegers persönlich endete die Saison 2017/18 auf traurige Art und Weise. Kurz vor dem Endspurt verletzte er sich schwer – Diagnose: Sprunggelenks- und Wadenbeinfraktur. Mühsam kämpfte sich der inzwischen 26-Jährige zurück und stand nach einem Kurzeinsatz ein knappes Jahr später unter der Leitung seines Bruders erstmals wieder in einem Pflichtspiel des VfR in der Startelf. In der Endabrechnung verpassten die Krefelder den direkten Wiederaufstieg mit Platz sieben deutlich, die Verantwortlichen leiteten einen personellen Umbruch ein.

Nachdem Fabian dem ASV Süchteln bereits im Winter zugesagt hatte, tat Philipp es ihm erst gegen Ende der vergangenen Spielzeit gleich. „Der Hauptgrund für meinen Wechsel war die personelle Neustrukturierung in Fischeln“, sagt Wiegers. Von seinen ehemaligen Teamkollegen schnürt heute nur noch ein Bruchteil seine Fußballschuhe für den VfR. Für Süchteln ist Wiegers derweil ein eminent wichtiger Spieler: Mit seinen 26 Jahren gehört er in der jungen Truppe zum alten Eisen und kann mit der Erfahrung aus über 100 Landesliga-Spielen sowie 43 Oberliga-Partien aufwarten. Bei seinem neuen Verein möchte der Ex-Viersener aber erst einmal wieder Fuß fassen: „Ich war fast ein Jahr lang verletzt, deshalb ist es auch weiterhin wichtig, dass ich so viele Spiele wie möglich mache.“

Während er seine persönlichen Ziele also klar definiert, fällt ihm das auf Mannschaftsebene nach den Pleiten beim SC Kapellen-Erft (1:6) und gegen Teutonia St. Tönis (0:4) deutlich schwerer. „Es ist nicht einfach, da in der momentanen Situation etwas zu formulieren“, erklärt Wiegers. „Es waren zwar verdiente Niederlagen, aber es kann dennoch nicht unser Anspruch sein, uns so abschlachten zu lassen. Wenn wir am Wochenende nicht punkten, laufen wir schon hinterher und dessen müssen wir uns bewusst sein.“

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