ASV Süchteln: Rückkehrer Tobias Busch fühlt sich beim ASV wohl

Spieler des Tages : Routinierter Neuzugang fühlt sich beim ASV Süchteln wohl

Beim 2:1-Sieg gegen den VfR Fischeln schoss Tobias Busch in der Nachspielzeit per Elfmeter nervenstark das Siegtor für Süchtelns Landsliga-Fußballer.

Es war eines dieser Spiele, das die Magie des Fußballs perfekt beschreibt. Der ASV Süchteln machte in der Landesliga-Partie beim VfR Fischeln beileibe kein gutes Spiel, bewies aber großes Kämpferherz und drehte einen 0:1-Rückstand in den letzten Minuten noch in einen Sieg. Den entscheidenden Treffer erzielte Tobias Busch in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter.

„Ich würde mich nicht wehren, wenn ich diese Tore jetzt öfter mache“, sagt der Neuzugang vom SV Lürrip. Vier Tore – Testspiele eingeschlossen – hat er für seinen neuen Klub bisher geschossen, alle davon nach der 80. Minute und drei mit entscheidendem Charakter. Seine Torgefährlichkeit war es auch, die den ASV auf den Angreifer aufmerksam machten: In Lürrip traf er in der vergangenen Saison in 28 Spielen 22-mal und bereitete 13 weitere Tore vor. „Ich war nach meiner langen Krankheit endlich wieder in guter Form“, erklärt Busch, der mit einer Krebserkrankung zu kämpfen hatte. Der Kontakt nach Süchteln, wo er in der Vergangenheit zweieinhalb Jahre seine Fußballschuhe geschnürt hatte, war nie abgebrochen. Und so entschied er sich nach guten Gesprächen mit den ASV-Verantwortlichen für eine Rückkehr. „In meinem Alter habe ich es als die letzte Chance angesehen, noch einmal höher zu spielen. Ich habe mir gedacht: ‚Jetzt oder nie!‘ Ich möchte es mir hier noch einmal selbst beweisen“, verrät der 30-Jährige. Und obwohl er sich bislang noch keinen Stammplatz erkämpfen konnte – nach seinem Startelfdebüt im ersten Saisonspiel kam er gegen Teutonia St. Tönis (1:6) und in Fischeln von der Bank –, bereut er den Schritt nicht.

Natürlich sind meine Ansprüche andere“, sagt Busch, „aber ich wurde hier super aufgenommen und hatte tolle erste Monate. Wir haben eine geile Truppe zusammen.“ Und auch mit Cheftrainer Fabian Wiegers kommt Busch bestens klar – obwohl der sogar noch einige Monate jünger ist als er selbst. „Das passt trotz seines für einen Trainer vergleichsweise jungen Alters“, meint er. Er spreche die Sprache der Jugend – bei einem Durchschnittsalter von rund 24 Jahren mit Sicherheit kein schlechtes Attribut.

Und weil eben diese Bedingungen auf den Süchtelner Höhen herrschen, glaubt Busch daran, dass der ASV eine ruhigere Saison als die vergangene spielen kann. „Wir wollen ins ruhigere Fahrwasser“, erklärt er. Wenn der Mann mit der Nummer zehn auf dem Rücken noch ein paar späte Siegtreffer folgen lässt, dürfte dem kaum etwas im Wege stehen. Die nächste Chance bietet sich am Mittwoch allerdings erst einmal im Kreispokal, wo der ASV Süchteln in der ersten Runde beim A-Liga-Aufsteiger Rot-Weiß Venn gastiert (19 Uhr).

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