ASV Süchteln nach dem Unentschieden gegen TVD Velbert

Fußball-Landesliga : ASV Süchteln schnuppert an Überraschungssieg

Die Süchtelner hatten Aufstiegsanwärter TVD Velbert auf eigenem Platz am Rande einer Niederlage. Auch wenn es am Ende nur zu einem 3:3 reichte, war Trainer Heinrich Losing sehr zufrieden mit seiner Mannschaft.

Kräftiger Regen, niedrige Temperaturen, rauer Wind - es gab sicherlich schon bessere Bedingungen, um einer Fußball-Begegnung am Sonntagnachmittag beizuwohnen. Die Zuschauer, die am Sonntag den Weg zur Volksbank-Arena auf die Süchtelner Höhen gefunden hatten, kamen trotz des lausigen Wetters allerdings voll auf ihre Kosten. Denn die Landesliga-Spieler des heimischen ASV Süchteln und des TVD Velbert ließen sich vom ungemütlichen Wetter überhaupt nicht beeindrucken und lieferten sich einen tollen Schlagabtausch. Beinahe hätten die Hausherren dem Aufstiegsanwärter aus dem Bergischen Land drei Punkte abgenommen, am Ende musste sich der ASV nach einer starken Leistung aber mit einem 3:3 (1:1) begnügen.

Heinrich Losing stand nach dem Abpfiff völlig durchnässt auf der Süchtelner Volksbank-Arena und trauerte dem möglichen Sieg ein wenig hinterher. Denn der wäre für den ASV absolut drin gewesen. Doch letztlich überwog beim Süchtelner Trainer die Freude über die gute Vorstellung seiner Schützlinge. „Das war eine Riesenleistung der Jungs. Kompliment, was sie hier heute alles rausgeholt haben“, sagte Losing. Die Gastgeber boten den Velbertern über die gesamte Spielzeit Paroli und ließen das Team von Ex-Profi Hüzeyfe Dogan, der in der 2. Liga für Union Berlin und den SC Paderborn spielte, nur in wenigen Situationen zur Entfaltung kommen. Die reichten aber letztlich aus, um drei wichtige Tore zu erzielen. Wie in der 29. Minute, als ASV-Routinier Eric Bongartz einen folgenschweren Fehlpass in die Füße des Velberters Alexander Fagasinski spielte, der dann frei durch war und mit einem Heber die Gästeführung herstellte.

Der ASV blieb aber unbeeindruckt und spielte sich vor der Pause in einen kleinen Rausch. Erst glich Sergen Camcioglu mit einem platzierten Schuss aus rund 18 Metern aus (37.), danach waren Nando di Buduo und zweimal Stefan Heinrichs sogar kurz davor, das Spiel noch vor der Pause zu drehen. „Eigentlich hätten wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen müssen“, wusste auch Süchtelns Trainer Heinrich Losing. Nach dem Seitenwechsel sollte dies besser klappen. Zwar markierte Velbert nach einer Stunde durch Lutz Radojewski die erneute Führung, doch den ASV konnte gestern nur wenig schocken. Nur wenige Minuten später war ein Mann gleich doppelt zur Stelle, der seit dem Hinspiel gegen den TVD Velbert auf einen Einsatz in der Startelf gewartet hat: Nando Di Buduo.

Der erfahrene Stürmer traf nach Vorarbeit von Karsten Robertz erst zum 2:2 (62.), danach wurde eine Flanke von ihm immer länger und der Ball segelte über TVD-Keeper Dario Roberto hinweg ins Tor (68.). „Das hat mich unglaublich gefreut für ihn. Nando hat das Vertrauen heute zurückgezahlt“, sagte Losing über seinen Stürmer-Routnier. Ärgerlich war allerdings, dass der Doppelschlag Mitte der zweiten Halbzeit unter dem Strich nicht zum Sieg reichen sollte. Denn mit einem herrlichen Seitfallzieher war es Velberts Top-Scorer Giuseppe Raudino, der den Schlusspunkt der Partie setzte (75.).

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