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Antonia Beck von der TG Jeong Eui Nettetal bei Olympia in Tokio dabei

Taekwondo : Im neuen Jahr spielt Olympia in Tokio eine wichtige Rolle

Antonia Beck von der TG Jeong Eui Nettetal ist im Deutschen Olympischen Jugendlager dabei, Madeline Folgmann will sich noch sportlich qualifizieren.

Jetzt ist es amtlich: Die TG Jeong Eui Nettetal wird bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten sein. Allerdings hat nicht Weltklasse-Taekwondoka Madeline Folgmann überraschend ein direktes Ticket für den olympischen Wettbewerb in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm erhalten. Sie muss nach wie vor auf die Europa-Qualifikation im Frühjahr 2020 hoffen. Vielmehr wurde ihre Vereinskameradin Antonia Beck aus etlichen Bewerbern ausgewählt, um ihr Heimatland als eine von 50 jungen Athletinnen und Athleten im Rahmen des Deutschen Olympischen Jugendlagers in der japanischen Hauptstadt zu repräsentieren.

Wobei junge Sportlerinnen aus Nettetal ganz besonders prädestiniert zu sein scheinen für Teilnahmen an solchen Jugendlagern. Schließlich ist es gerade mal knapp zwei Jahre her, dass Eisschnellläuferin Miriam Ohlert bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang dabei und restlos begeistert war. Noch Wochen nach ihrer Rückkehr schwärmte sie nicht nur von den olympischen Wettkämpfen und den Begegnungen mit deutschen Sportstars, sondern auch vom Austausch mit südkoreanischen Jugendlichen und das Eintauchen in eine völlig fremde Kultur. Ebenfalls Eisschnellläuferin ist die Nettetalerin Birte Quaedvlieg, die vom 9. bis zum 22. Januar bei den Olympischen Winter-Jugendspielen im schweizerischen Lausanne im Camp der Deutschen Sportjugend mit von der Partie ist.

Bei Antonia Beck war es ihr Trainer Björn Pistel, der auf eine Ausschreibung für das Deutsche Olympische Jugendlager stieß. „Ich habe gleich gedacht, dass das Profil optimal auf Antonia passt. Denn sie betreibt ihren Sport nicht nur leistungsorientiert und mit großem Aufwand, sie hat auch noch andere Hobbys, ist kreativ und sehr aufgeschlossen“, erklärt Pistel. Also setzte er sich mit Familie Beck zusammen und entfachte dort ziemlich schnell Begeisterung für eine Bewerbung.

Die wurde dann mit großem Aufwand in rund einem Monat zusammengestellt. Neben einem Motivationsschreiben, einem Lebenslauf und diversen anderen Unterlagen wurde auch noch ein aufwendiges Video gedreht, das Antonia Beck im sportlichen, privaten und schulischen Umfeld zeigt. „Das hat richtig gut geklappt. Ich habe Spaß daran, wenn man so etwas mit mehreren Leuten innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine stellt“, erklärt Pistel.

Erst recht, wenn das Ganze dann auch noch von Erfolg gekrönt ist. Anfang November war Abgabetermin, Ende Dezember kam dann die Nachricht, dass sich die Vorstände der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutsche Olympische Akademie für Beck entschieden haben. Bevor sie sich allerdings mit ihren Mitstreitern im Juli auf den Weg nach Tokio macht, wird es noch Vorbereitungsseminare geben. Schließlich sollen die jungen Sportler wissen, was auf sie zukommt, aber auch, was von ihnen erwartet wird.

Wenn in Madeline Folgmann auch noch eine Athletin als Aktive in Tokio dabei wäre, wäre das Glück bei der TG Jeong Eui Nettetal perfekt. „Wir werden im neuen Jahr Gas geben, damit auch das noch klappt“, verspricht Pistel.