Fußball : Angreifer auf der Karriereleiter

Morten Heffungs hat sich beim Landesligisten ASV Süchteln schnell in den Fokus gespielt.

Zwei Dinge haben der ASV Süchteln und Morten Heffungs gemeinsam. Erstens: Die Landesliga ist sowohl für den vor der Saison aufgestiegenen Verein als auch für seinen im Sommer gekommenen Stürmer neu. Und zweitens: Beide haben sich dort bestens eingelebt.

Denn während sich der ASV in der Rückrunde stabilisiert hat und sechs der letzten neun Spiele gewann, blühte auch der 25-jährige Heffungs auf. Auf vier Tore und acht Vorlagen kommt der Offensivmann seitdem, gekrönt wurde der Lauf mit seinem vielleicht besten Spiel im ASV-Dress beim 3:0-Heimsieg gegen die SpVg Odenkirchen.

Das 1:0 und 3:0 legte er seinen Stürmerkollegen Nando di Buduo und Samy Forestal auf, das 2:0 besorgte er mit einem absoluten Traumtor selber. "Ich hab ehrlich gesagt selber gar nicht genau gesehen, wie der Ball reingegangen ist", sagt Heffungs, der einen langen Abschlag von Torhüter Philipp Grefkes an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor verarbeitete, aus der Drehung abzog und den Ball über den chancenlosen Keeper Kevin Afari versenkte.

"Der Sieg kam für uns überraschend", findet der Angreifer, schließlich waren die Gäste als Tabellenvierter mit zwölf ungeschlagenen Spielen in Serie angereist. "Aber wir sind auch super drauf. Die Mannschaft schafft es momentan in jedem Spiel, den Plan des Trainers genau umzusetzen." Mit einem Derbysieg gegen den 1. FC Viersen würde Süchteln schon am Gründonnerstag die 40-Punkte-Marke knacken und den Klassenverbleib damit so gut wie sicher haben.

Während der ASV schon von 2012 bis 2014 in der Landesliga spielte, ist die sechste Liga für den Krefelder Neuland. In seinem ehrgeizigen Karriereplan war sie aber der nächste logische Schritt, wie Heffungs sagt: "Ich hatte als Spieler immer den sportlichen Fokus und wollte mich weiterentwickeln." So startete er nach der Jugendzeit beim Hülser SV seine Seniorenlaufbahn in der Kreisliga B beim SC Viktoria Krefeld, wo auch Freunde und Verwandte kickten.

2013 ging es für zwei Jahre zurück nach Hüls, erst in die Bezirks- und nach dem Abstieg dann in die Kreisliga A. "Da gab es zum Saisonende Diskrepanzen mit dem Trainer, ich wurde suspendiert", erklärt Heffungs. Er wechselte zurück zur Viktoria, 2016 dann erneut in die Bezirksliga zur ambitionierten Teutonia St. Tönis. Als auch dort die Leistung stimmte (13 Tore, 20 Vorlagen), habe er das Süchtelner Angebot angenommen: "Ich habe in meiner Laufbahn alles Schritt für Schritt gemacht, da hat Süchteln einfach super gepasst." Und in Zukunft? "Das bleibt noch offen."

(cpas)
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