Andreas Kotira ist der Nachfolger von Werner Gatz als Schiedsrichter-Obmann im Fußballkreis Kempen/Krefeld

Fußball : Kotira beerbt Gatz als Schiedsrichter-Chef

Die Schiedsrichtervereinigung des Fußballkreises Kempen/Krefeld wählte Andreas Kotira aus Tönisvorst in Willich zu ihrem neuen Obmann. Hans-Peter Franken, Manfred Lipsch und Daniel Jennen sind die Beisitzer.

Der Kreisschiedsrichtertag des Fußballkreises Kempen/Krefeld in Willich stand im Zeichen von Neuwahlen und Ehrungen. Gesucht wurde vor allem ein neues Oberhaupt für die 261 aktiven „Schwarzkittel“ des Fußballkreises. Werner Gatz, der im vergangen Dezember seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Der Nettetaler hatte 24 Jahre der Schiedsrichtervereinigung vorgestanden. Zu seinem Nachfolger bestimmte die Versammlung in geheimer Wahl den Tönisvorster Andreas Kotira.

Doch zunächst dankte der stellvertretende Vorsitzende des Verbandschiedsrichterausschusses Boris Guzijan (TS Duisburg-Rahm) Gatz für die sehr gute Arbeit im vergangen Vierteljahrhundert. Alle Versammlungsteilnehmer bedachten den scheidenden Obmann mit nicht enden wollendem Applaus für seinen Einsatz zum Wohle der „Pfeifenmänner“ in den vergangenen 24 Jahren. Gatz verabschiedete sich von den Schiedsrichtern, für die er so lange Zeit verantwortlich zeichnete, mit den Worten: „Ich habe das gerne gemacht, und ich gehe nun mit Freude. Vor 24 Jahren hatten wir 307 Schiedsrichter, jetzt sind es noch 261 Aktive. Wir haben nach dem Kreis Duisburg/Mülheim immer noch die zweitmeisten Schiedsrichter im Verband Niederrhein, darauf können wir auch ein wenig stolz sein. In meiner Zeit gab es viele Veränderungen. Die Wichtigsten waren die Einführung des DFB-net, die Gründung eines Fördervereins und die Installierung eines Jungschiedsrichterreferenten.“

Gatz hatte sich bereits seit über einem Jahr um seinen Nachfolger Gedanken gemacht und in Andreas Kotira ein langjähriges Mitglied aus dem Kreisschiedsrichterausschuss favorisiert. Kotira wurde in Krefeld geboren, wohnt in Tönisvorst und gehört seit 43 Jahren dem SV St. Tönis an. Er spielte bis 1991 selber Fußball, ist aber bereits seit 33 Jahren als Schiedsrichter unterwegs. Der 53-Jährige hat zehn Jahre in der Landesliga Spiele geleitet. Seit 15 Jahren ist Kotira für den Fußballverbandniederrhein als Schiedsrichterbeobachter bis zur Oberliga tätig. Kotira hatte sich seit längerer Zeit Gedanken über seine drei Beisitzer im Ausschuss gemacht. Wie zu hören war, konnten sich damit aber nicht alle Schiedsrichter anfreunden. Es ist anzunehmen, dass sich deshalb im Vorfeld des Schiedsrichtertages in Gestalt von Wolfgang Kreitmayr (Union Krefeld) ein weiterer Bewerber in Stellung gebracht hatte.

Der einstimmig zum Versammlungsleiter gewählte Mitarbeiter des Verbandsschiedsrichterausschusses Ralf van Hoof (SV Donsbrüggen) ließ deshalb in geheimer Wahl von den 168 anwesenden Schiedsrichtern abstimmen. 167 Stimmen waren gültig, es entfielen 116 auf Kotira und 51 auf Kreitmayr. Damit wurde Kotira mit deutlicher Mehrheit für die nächsten drei Jahre zum Kreisschiedsrichterobmann gewählt. „Die riesigen Fußstapfen von Werner Gatz sind eine große Herausforderung, der ich mich im Sinne des Schiedsrichterwesens stellen werde“, sagte Kotira. Die Wahl muss gemäß Satzung des Fußballverbandes Niederrhein noch durch den Kreistag am 3. Mai in Kempen bestätigt werden und ist erst dann gültig. Das gilt auch für die gewählten Beisitzer. Dabei gab es fünf Kandidaten für drei Plätze. Gewählt wurden Heinz-Peter Franken (SSV Strümp) mit 130, Manfred Lipsch (SuS Schaag) mit 84 und Daniel Jennen (TSF Bracht) mit 83 Stimmen. Zum Jungschiedsrichterreferenten wurde Robin Seifert (Verberg/Gartenstadt) mit deutlicher Mehrheit gewählt.

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