Fußball : Amern wirft den Favoriten raus

In der zweiten Runde des Niederrheinpokals besiegte der Fußball-Landesligist den Oberligisten SC Cronenberg 4:2. Auch der zweimalige Ausgleich der Wuppertaler brachte das Team von Rainer Bruse nicht aus dem Konzept. Joker Rene Jansen machte am Ende alles klar.

Nach dem SC Kapellen-Erft haben die VSF Amern auch in der zweiten Runde des Niederrhein-Pokals einen Oberligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Gegen den Cronenberger SC siegte die Mannschaft von Rainer Bruse nach einer überzeugenden Leistung verdient mit 4:2.

Der Pokal ist bislang ein gutes Pflaster für die VSF Amern. Obwohl der Saisonstart in die zweite Landesligaspielzeit der Vereinsgeschichte bislang enttäuschend verlaufen ist, präsentierten sich die Schwalmtaler im Duell gegen Cronenberg keineswegs verunsichert.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Andre Merkens musste nach dem Aufwärmen mit einer Zerrung im Gesäß passen und auch Dominik Kleinen ging angeschlagen in die Partie.

Erstes Tor nach 100 Sekunden

Es waren keine 100 Sekunden gespielt, als Christian Loers für den ersten Paukenschlag sorgte. Nach einem Stellungsfehler in der Gästeabwehr schob Amerns einziger Stürmer überlegt ins lange Eck ein. Ein Schlüsselereignis für Bruse. "Die Jungs haben gleich gemerkt, dass heute wieder eine Überraschung drin ist."

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Aus einem Gewühl im Strafraum, kamen die Gäste aus Wuppertal Mitte der ersten Halbzeit zum nicht unverdienten Ausgleich. Eine Phase in der die Partie zugunsten des Oberligisten zu kippen drohte. Eine Erklärung hatte Bruse schnell parat. "Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß, so dass Cronenberg in Ballnähe immer Überzahl hatte."

Mit der Einwechslung von Savvidis zur zweiten Halbzeit bekamen die Hausherren die Partie wieder besser in den Griff. Kapell und Savvidis verpassten die erneute Führung, die dafür nach 64 Minuten Dennis Brinschwitz besorgte. Cronenberg erspielte sich kaum noch gefährliche Chancen, erzielte zwanzig Minuten vor dem Ende per Distanzschuss dennoch das 2:2. "Ein Treffer der Marke Traumtor", pflichtete Bruse bei.

Wer nun glaubte, dass Amern bei sommerlichen Temperaturen die Kraft ausgingen würde, wurde eines Besseren belehrt. Joker Rene Jansen erkämpfte sich am gegnerischen Strafraum den Ball und legte uneigennützig auf Christian Loers quer, der keine Mühe hatte seinen zweiten Treffer zu erzielen. Kurz vor dem Ende krönten die VSF ihre Leistung, als Jansen eine Flanke von Akkaya volley ins Tor hämmerte.

In Amern ist die Zuversicht groß, dass die Leistungen in naher Zukunft auch in der Meisterschaft abgerufen werden. "In Düsseldorf-West und Nievenheim müssen wir wieder auf unser schnelles Umschaltspiel bauen und den Gegner durch frühes Pressing unter Druck setzen", gibt Bruse die einfache Erfolgformel aus.

(RP)
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