Fußball : Amern verspielt 4:1-Führung noch

Auch nach dem Schlusspfiff gingen die Diskussionen auf dem Weg in die Kabinen zwischen Spielern und Verantwortlichen der VSF Amern und der Sportvereinigung Odenkirchen weiter. Zu sehr sorgte die hektische Schlussphase für Diskussionen. Dabei schien die Partie nach einer Stunde bei 3:1 für Amern eigentlich schon entschieden – doch am Ende stand es 4:4.

Auch nach dem Schlusspfiff gingen die Diskussionen auf dem Weg in die Kabinen zwischen Spielern und Verantwortlichen der VSF Amern und der Sportvereinigung Odenkirchen weiter. Zu sehr sorgte die hektische Schlussphase für Diskussionen. Dabei schien die Partie nach einer Stunde bei 3:1 für Amern eigentlich schon entschieden — doch am Ende stand es 4:4.

Die Gastgeber dominierten die Anfangsphase und gingen durch Kosta Agathagelidis in Führung. Vier Minuten später erhöhte Daniel Kawohl mit einem Schuss aus 20 Metern sogar auf 2:0. So lobte auch Amerns Trainer Rainer Bruse den Beginn seiner Mannschaft. "Das war die beste halbe Stunde, die wir in dieser Saison gezeigt haben." Odenkirchen fand nur schwer in die Partie. Dennoch hätten Serkan Salgin per Kopf und Thorben Schmitt mit einem Schuss an den Außenpfosten noch vor der Pause den Anschluss herstellen können. Dieser sollte erst nach Wiederanpfiff fallen, als Dominik Kleinen eine Hereingabe von Akin Uslucan ins eigene Tor drosch.

Die VSF zeigten sich nicht geschockt. Michel Busen köpfte einen Freistoß von Tobias Bruse zum 3:1 ein. Als Maximilian Gotzen nur drei Minuten später auf 4:1 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch auch zu diesem Zeitpunkt hatte Amerns Trainer kein sicheres Gefühl: "Trotz der klaren Führung habe ich in unserem Spiel nicht die Ruhe gesehen, um die Partie souverän nach Hause zu bringen."

Er sollte Recht behalten, denn auf einmal zeigte der Aufsteiger die von Trainer Peter Schleuter geforderte Leidenschaft. "Wenn man wie wir heute keinen guten Tag erwischt, kann man Spiele nur über den Einsatz und Zweikämpfe gewinnen", sagte Odenkirchens Coach.

Mit einem Kopfballtreffer leitete Andreas Prigge nach 66 Minuten die Aufholjagd ein. Amern zog sich immer weiter zurück und musste das 3:4 durch Ferdi Berberoglu hinnehmen. In der hektischen Schlussphase musste Odenkirchen die Gelb-Rote Karte von Christoph Spinrath verkraften. Doch in der Nachspielzeit verwandelte Berberoglu einen zu Recht gepfiffenen Foulelfmeter zum 4:4-Endstand. Beim anschließenden Torjubel kam zu einer Rudelbildung, in dessen Folge Odenkirchens Sascha Shamekh die Rote Karte bekam.

Gegen nur noch neun Gäste warf Amern noch einmal alles nach vorne, jedoch ohne Erfolg. Während Rainer Bruse einen "Rückfall in alte Zeiten" feststellte, beklagte Peter Schleuter die "fehlende Einstellung zum Spiel in der ersten Halbzeit".

Amern: Viertmann - Kern, Kleinen, Akkaya, Kapell - Bruse, Busen (61. Savvidis), Kawohl, Agathagelidis - Jansen, Gotzen (71. Loers) . — Odenkirchen: Asiedu - Spinraht, Prigge, Sapouma, Chaibi - Stefes (46. Chamekh), Schmitt, Uslucan, Garcia - Salgin, Berberoglu. — Tore: 1:0 Agathagelisdis (14.), 2:0 Kawohl (17.), 2:1 Kleinen (47., Eigentor), 3:1 Busen (48.), 4:1 Gotzen (54.), 4:2 Prigge (66.), 4:3 Berberoglu (73.), 4:4 Berberoglu (90.+4., Foulelfmeter). — Zuschauer: 200. Gelb-Rote Karte: Spinrath (83.), Rote Karte: Shamekh (90.+5.)

(fafr)