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Fußball: Amern trauert und verliert gegen den 1. FC

Fußball : Amern trauert und verliert gegen den 1. FC

Am Samstag wurde Peter Delihsen beerdigt, einen Tag später spielten die VSF gegen den 1. FC Mönchengladbach. Der Gast siegte clever 3:2.

Amerns Fußballer stürmten erbost auf Schiedsrichterin Pia Neutzer zu, während die Spieler des 1. FC Mönchengladbach stolz die Fäuste in den Himmel reckten. Im Verfolgerduell der Landesliga schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, pflügten den Rasen im Rösler-Stadion um und gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Am Ende setzte sich der Tabellendritte aus Mönchengladbach 3:2 durch, weil er nur eines besser machte: Das Konterspiel.

Der FC hatte in Amern nach dem Wechsel genau zwei Chancen. Beide nach Kontern und beide nutzte der Gast eiskalt. In der 58. Minute waren die Amerner auf der linken Abwehrseite zu mutig und rückten weit auf. Nach dem Ballverlust ging es blitzschnell über die rechte Seite der Gladbacher. Im Zentrum stand Deo Kisolo völlig frei und brachte die Gladbacher ohne Mühe 2:1 in Front. In der 71. Minute erhöhte Aaram Abdelkarim ebenfalls nach einem Konter auf 3:1.

Die Amerner drückten und drängten in der gesamten zweiten Hälfte, aber echte, hochkarätige Möglichkeiten eröffneten sich nicht, weil die Abwehr des 1. FC samt Torhüter Peter Dressen alles abfing, was in Richtung des Tores kam. Bis zur 90. Minute. Da gelang dem für Baris Akkaya eingewechselten Christian Loers, nur noch der längst verdiente Anschlusstreffer. Mehr ließen die Gladbacher trotz aller Bemühungen der Amerner nicht mehr zu. Der Einsatzwille und der kämpferische Einsatz mit vielen Fouls und der Gelb-Roten Karte gegen Max Kapell in der Schlussphase drückten dem Spiel in der hektischen zweiten Hälfte seinen Stempel auf.

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Vor der Pause spielten beide Teams mehr Fußball. Beide erarbeiteten sich dabei einige gute Möglichkeiten. Ein Glücksfall bescherte dem 1. FC die Führung. Ein Freistoß, von Aaram Abdelkarim kurz hinter Mittellinie ausgeführt, senkte sich über den Amerner Keeper Christoph Viertmann ins Tor. Nur eine Minute später glich Amern nach einem Angriff über die linke Seite aus. Kosta Agathagelidis setzte Daniel Kawohl in Szene, der nur noch einschieben brauchte.

Amerns Co-Trainer Dennis Sobisz war nach der Niederlage zwar enttäuscht, aber dennoch irgendwie stolz auf seine Spieler: "Wir wussten nicht, wie die Mannschaft nach dem Tod von Peter Delihsen und der Beerdigung am Samstag reagiert. Das war sehr gut." Die bedrückte Stimmung konnten die Amerner, die mit Trauerflor aufliefen, nicht ganz verdrängen, aber der Wille, das Bestmögliche in dieser Partie zu erreichen, war spürbar. "Wir wussten in der Pause, dass wir unsere Konterchancen bekommen, wenn es uns gelingt, zu verteidigen. Wir wussten, was uns nach deren Sieg in Kleve und dem Todesfall in Amern erwarten würde. Aber wir wollten dieses Erfolgerlebnis unbedingt", sagte Gladbachs Coach Stephan Houben.

Insgesamt, so räumte der Trainer fair ein, wäre ein Punkt aber auch in Ordnung gewesen.

(wiwo)