Fußball : Amern muss zum Spitzenreiter

Die Vereinigten Sportfreunde treten am Sonntag beim TuS Grevenbroich an, der bislang ungeschlagener Landesliga-Tabellenführer ist. Trainer Rainer Bruse moniert die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Fussball Für die VSF Amern setzte es zuletzt vier Niederlagen in Folge. Ausgerechnet jetzt muss der Aufsteiger bei Spitzenreiter TuS Grevenbroich antreten. Einerseits stehen die Chancen für die zuletzt glücklosen Amerner schlecht, doch andererseits haben die Schwalmtaler beim TuS nichts zu verlieren.

Trotz der schlechten Punkteausbeute aus den letzten Spielen ist Trainer Rainer Bruse mit den Leistungen zufrieden. Lediglich im Spiel gegen den VfB Hilden waren die VSF deutlich unterlegen. Bei allen anderen Niederlagen, wie in Langenfeld und Lürrip, wäre auch ein Punkt möglich gewesen. So auch am Sonntag beim 1:3 gegen den SC Düsseldorf-West. Amern war keinesfalls schlechter, lediglich glückloser. Erst rutschte Keeper Dennis Metten ein Ball unglücklich durch die Arme und brachte die Hausherren in Rückstand, ehe die Angreifer im Sturm zu viele Chancen ausließen.

Insgesamt vergeben die Schwalmtaler einfach zu viele Möglichkeiten, was im Endeffekt bedeutet, dass die Spiele verloren gehen. Acht der elf Amerner Saisontore schoss der Aufsteiger bei den Siegen in den ersten beiden Spielen. Seither fielen nur noch drei Amerner Tore bei vier Pleiten. Doch VSF-Trainer Bruse bleibt weiter gelassen und sieht keinen Grund zur Besorgnis. "Wir spielen gut. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Uns war klar, dass uns eine solche Niederlagenserie erwischen wird. Doch auch das wird wieder zu Ende gehen", erklärt Bruse.

Damit es wieder aufwärts geht, müssen die Torjäger der VSF wieder treffsicherer werden. "Wir sind zu nervös vor dem Tor. Doch das kann man nicht trainieren. Training und Wettkampf sind zweierlei Dinge. Wenn wir aber weiter hart dran arbeiten, wird der Knoten platzen und wir nutzen mehr Chancen", sagt Bruse.

Im Kreispokal verlief es für die Amerner zwar erfolgreicher, doch auch beim B-Ligisten DJK Oberkrüchten kam kein Torfestival zustande. "Das war ein schlechtes Spiel von uns. Oberkrüchten hat aber auch richtig gut gespielt", berichtet Bruse, der nur einen knappen 2:1-Sieg seiner Mannschaft sah. Kosta Agathagelidis und Maurice Wingerath trafen für die Gäste.

Nun steht erst mal wieder die Landesliga und die schwere Aufgabe beim Spitzenreiter an. Fraglich sind dabei noch die Einsätze von Bastian Borg und Maximillian Kapell, die noch an einer Grippe erkrankt sind. "Wir fahren dahin und haben nichts zu verlieren. Gegen den SC West haben wir bereits bewiesen, dass wir mithalten können. Ich bin optimistisch, dass wir dort was holen können", sagt Bruse vor dem Duell mit dem noch ungeschlagenen TuS Grevenbroich (fünf Siege, ein Remis). Vielleicht kehrt aber am Sonntag bereits das Glück zurück und die Amerner entlocken dem Ligaprimus tatsächlich etwas Zählbares.

(RP/rl)