Amern muss Schlüsse ziehen

Der letzte Spieltag der Fußball-Landesliga hatte es aus Sicht des Grenzlands wahrlich in Sich. Gleich drei von vier heimischen Vereinen kämpften noch darum, eine kräftezehrende Spielzeit erfolgreich zu beenden.

Die positive Nachricht: Einmal, nämlich den VSF Amern, gelang mit dem direkten Klassenverbleib der maximale Erfolg. Zweimal, nämlich bei Union Nettetal und dem 1. FC Viersen, reichte es immerhin zum Erreichen der Relegation. Wobei die Freude in Viersen sicher größer war, da sich die Mannschaft aus einer zwischenzeitlich ziemlich aussichtslosen Situation noch eine realistische Chance erhalten hat, den Ligaverbleib zu schaffen. Realistisch ist die Chance der Nettetaler auf den Oberliga-Aufstieg in den beiden Entscheidungsspielen gegen den Dritten der anderen Gruppe zwar auch noch. Doch angesichts der Tatsache, dass sie bis zur Niederlage in Mönchengladbach am vorigen Wochenende den direkten Aufstieg selbst in der Hand hatten, dürfte nach dem Sieg gegen den MSV dennoch ein wenig Enttäuschung mit im Spiel gewesen sein. Im Amern wird dagegen bis zum Morgengraue gefeiert worden sein. Allerdings sollten die VSF schon bald damit beginnen, die richtigen Schlüsse aus der durchwachsenen Saison zu ziehen. Denn vier Spielzeiten zittern bis zum Schluss gehen an die Substanz. Geht das so weiter, wird es die Amerner irgendwann erwischen.

david.beineke@rheinische-post.de

(RP)
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