Absprachen vorher treffen

Weil sich der Verein SuS Schaag nicht offiziell äußern will und offenbar allen Beteiligten eine Art Schweigegelübde auferlegt hat, bleiben die Gründe des Rückzugs der zweiten Mannschaft aus der Kreisliga B im Dunkeln und lösen Spekulationen aus. Zu glauben, dieser Vorgang bliebe von der Öffentlichkeit unbemerkt und unbeachtet, ist ziemlich naiv. Zwar ziehen jede Saison in unteren Spielklassen etliche Mannschaften zurück und finden keine Beachtung, aber nicht, wenn sie so erfolgreich sind. Das macht den Vorgang in Schaag so besonders.

Aus den vorsichtigen Andeutungen von Reserve-Trainer Tom Spettmann lässt sich interpretieren, dass der Rückzug ohne das Wissen der Verantwortlichen für die zweite Mannschaft eine Art Retourkutsche dafür ist, dass einige deren Spieler nicht uneingeschränkt die Erstvertretung verstärken wollten. Sollte das so sein, wäre das ein ganz schlechter Stil. Entsprechende Absprachen hätten schon vor der Saison unmissverständlich getroffen werden müssen.

david.beineke@rheinische-post.de

(RP)
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