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Fußball: Abenteuer wird zum Alptraum

Fußball : Abenteuer wird zum Alptraum

Fussball Das "Abenteuer Kreisliga A" haben sich die Fußballer der Ersten Mannschaft des BSV Leutherheide sicherlich etwas anders vorgestellt. Denn nach dem 16. Spieltag liegen die Spieler von Trainer René Lüthen auf dem letzten Platz, mit schon elf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. "Natürlich haben wir uns eine etwas positivere Bilanz bis zur Winterpause gewünscht", sagt Lüthen. "Unsere Zielsetzung war aber von vornherein ohnehin nur der Klassenerhalt."

Dass den Leutherheidern in der Rückrunde nur ein kleines Wunder helfen kann, das weiß auch Lüthen. "Uns ist in der Hinrunde fast vom ersten Spieltag an mit Stefan Hillebrandt, Dirk Böhme und Niklas Witter der komplette Sturm ausgefallen, der in der vergangenen Saison sehr mit zum Erfolg beigetragen hat", erklärt Lüthen. "Dann sind uns in einigen Spielen noch weitere Aktive aus den unterschiedlichsten Gründen ausgefallen. Und so etwas kann man nicht einfach mal so kompensieren. Dafür ist die A-Liga zu stark."

Doch die Hoffnung will Lüthen noch nicht ganz aufgeben. "Wir haben natürlich auch einen Plan B schon in der Tasche", verrät der Trainer, der auch Vorsitzender des Vereins ist. "Zunächst einmal hoffen wir, dass zur Rückrunde alle Leistungsträger wieder mit von der Partie sind. Zusätzlich versuchen wir, den ein oder anderen neuen Spieler in der Winterpause nach Leutherheide locken zu können." Und wenn es sportlich nicht für den Klassenerhalt reichen sollte, wäre das, so Lüthen, auch kein Beinbruch für den Verein.

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"Der Aufstieg nach so vielen vergeblichen Anläufen war doch eine Riesensache für uns", sagt er. Im Verein sind rund 200 Fußballer aktiv, davon 130 im Jugendbereich. "Wir haben mit einem Durchschnittsalter von rund 21 Jahren in der ersten Mannschaft ohnehin eine recht junge Mannschaft", befindet der Coach. "Aber da wir derzeit keine eigene A-Jugend haben, müssen wir zwei bis drei Jahren irgendwie durchhalten, ehe dann die B-Junioren-Spieler zum Stamm der Ersten aufrücken können."

Für René Lüthen wird Ende der Saison als Trainer definitiv Schluss sein. Beruflich ist Lüthen in einem sehr großen Logistikunternehmen stark angespannt. "Die sportliche Doppelfunktion als Trainer und Vorsitzender ist einfach zu viel", sagt er, und ist sich sicher, egal in welcher Liga der BSV auch in der neuen Saison spielt, einen guten Nachfolger finden zu können.

(RP)