66. Lobbericher Reitsportfestival lief aus sportlicher Sicht prima

Reiten : Knorren gewinnt den Großen Preis

Der Reiter aus Würselen setzt sich beim Höhepunkt des 66. Lobbericher Reitsportfestival auf Chaccomio im Stechen gegen Sebastian Adams von der RSG Niederrhein auf Dree Boeken’s Sandros Roeschen durch.

Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen gab es im mit 5000 Euro dotierten „Großen Preis der Volksbank Krefeld“, in einem Zwei-Sterne-S-Springen mit Stechen, zwischen Frederik Knorren (RV Würselen) auf Chaccomio M und Sebastian Adams (RSG Niederrhein) mit Dree Boeken’s Sandros Roeschen. Knorren holte den Sieg nach Stechen in 34,61 Sekunden. Adams als letzter Starter hatte noch alles in der Hand, schaffte 34,68 und wurde Zweiter. Daniel Meech (RFV Lobberich) belegte Platz drei auf Zamia mit der schnellsten Rundenzeit von 33,58, aber er leistete sich einen Abwurf. „Angesichts der Klasse hatten wir Höchstmaße gebaut“, sagte Parcourschef Michael Johnen.

Vier Tage Reitsport haben beim 66. Reitsportfestival des Reit- und Fahrverein Lobberich an der Lüthemühle Reiter und Publikum begeistert. Die Mischung machts: Springreiten, Dressur, ein bisschen Show und viel Unterhaltung. „Alles ist prima gelaufen, dank der Sponsoren in finanzieller, aber auch in sportlicher Hinsicht“, sagte der Vorsitzende Frank Heublein.

Tausende Besucher zählte der Reit- und Fahrverein Lobberich zu seiner Pferdeleistungsschau. Spannung brachte das Zweikampfspringen Klasse M* im Rahmen der großen Abendveranstaltung, als am Ende die 27-jährige Viola Wilke vom Reit- und Fahrverein Hubertus Anrath-Neersen als Siegerin im vierten Durchgang mit Lord Lustig, dem Pferd ihrer Schwester Alina, übrig blieb. Ihr aus Waldniel kommender Vereinskamerad Janis Zumbrägel mit Piefke hätte ihr noch den Sieg streitig machen können, wenn er sich nicht verritten hätte.

Viola Wilke, die auch zur Dressur-Equipe des Pferdesportverbandes Kreis Viersen gehört, gewann mit Sensation Black (das der Brüggenerin Bettina Stappen gehört) das S*-Springen mit Siegerrunde, Finale der Mittleren Tour, mit der schnellsten Nullrunde von 32,57 Sekunden vor dem belgischen Nationenpreisreiter Marc Boes (RFV Liedberg) mit Bali (2., 0/34,75) und Liam Broich (RV Kaldenkirchen) auf Dream of Diarado (3., 0/36,42).

In den S-Springen mischte der neuseeländische Olympiateilnehmer Daniel Meech für den Reit- und Fahrverein Lobberich mit. Im S*-Zeitspringen wurde er Vierter und Sechster, in einem weiteren S*-Springen Zweiter sowie in einem Zwei-Sterne-Springen Zweiter zwischen dem Nationenpreisreiter Frederik Knorren (RV Würselen) als Sieger und dem rheinischen Meister Vanessa Borgmann (RFV Jagdfalke Brünen) als Drittplatzierte sowie Fünfter im S*-Springen mit Siegerrunde.

Der Letzte war der Beste bei der Grand-Prix-Kür unter Flutlicht. Der Krefelder Heiner Schiergen (Förderkreis Dressur Neuss) mit Aaron siegte überlegen mit 46,46 Wertungspunkten vor Paul Paessens (RSV Krefeld) mit Don de Marco P (43,15) und Christian Reisch (Neuss-Grefrather RC) mit Lord Münks (42,50) auf den Plätzen zwei und drei. „Alles andere als ein Sieg von Heiner Schiergen wäre eine Überraschung gewesen“, meinte eine begeisterte Dame. Heiner Schiergen feierte mit Aaron ein kleines Jubiläum: „Für Aaron ist das der zehnte Grand-Prix-Sieg.“

Der Rheinische Meister, der seine Siege in der schweren S nicht mehr zählen kann, bestach in Ausführung und künstlerischer Gestaltung. „Wir ritten zur Star-Wars-Filmmusik, weil sie am besten zu meinem Pferd passt“, sagt der 50-Jährige. Das Flutlicht und der Ritt zur späten Stunde machten seinem Pferd nichts aus. „Da hat er mittlerweile Routine.“

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