Fußball: 25. Auflage: Jubiläum für Brüggener Burgpokal

Fußball : 25. Auflage: Jubiläum für Brüggener Burgpokal

Eigentlich war es eine ganz simple Idee, die Willi Hoffarth, damals erst seit kurzer Zeit in Brüggen beheimatet, dem damaligen Abteilungsleiter von TuRa Brüggen, Hans-Willi "Mecki" Cüsters, vortrug. Um die etwas klamme Vereinskasse der Fußballabteilung von TuRa Brüggen etwas aufzufüllen, schlug Hoffarth vor, ein Turnier auf der Sportanlage am Vennberg auszurichten. Die Idee wurde prompt umgesetzt. Nun erlebt das Brüggener Burgpokalturnier in der kommenden Woche vom 31. Juli bis 5. August bereits die 25. Auflage und gehört am Niederrhein mit zu den bekanntesten Turnieren in der Sommerpause.

Und da das Turnier immer knapp zwei Wochen vor dem Start der Amateurfußballer in die neue Saison ausgetragen wird, eignet sich der Burgpokal optimal dafür, sich den letzten Schliff für die Meisterschaft zu holen. Allen voran die besten Mannschaften aus dem Grenzland schätzen es immer wieder, von der TuRa für dieses Turnier eingeladen zu werden. So gehört der 1. FC Viersen, der jedoch im vergangenen Jahr erstmals in der langen Burgpokalgeschichte das Turnier gewinnen konnte, wie auch Union Nettetal zu den Stammgästen des Turniers auf der schmucken Anlage am Vennberg.

Der SV Straelen, der viele Jahre in der Ober- und Niederrheinliga spielte, schlug oftmals während des Turniers in der Borner Mühle sogar seine Trainingslagerzelte auf und ist mit neun Siegen unangefochten auch Rekordsieger des Burgpokalturniers. Den höchsten Finalsieg landete jedoch der Dülkener FC, der 1991 im Endspiel die TSF Bracht 7:0 bezwang. Es gab auch schon einmal zwei Sieger — als 1998 das Finale wegen sinnflutartiger Regenfälle abgebrochen werden musste und Straelen und Union Nettetal beide zum Sieger erklärt wurden.

Gastgeber TuRa Brüggen hat es bisher nicht ein einziges Mal in der eigenen Burgpokalgeschichte geschafft, ins Finale einzuziehen. Und dass das Turnier nicht mal eben so geplant und organisiert werden kann, war schon unter der Regie von Turnierchef Mecki Cüsters und nun im zweiten Jahr auch unter der Federführung von Fußballchef Heinz Offermanns nicht der Fall. "Das Turnier ist vorbei, dann fangen schon die Vorbereitungen für das nächste Turnier an", sagt Offermanns.

"Und ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer in unserem Verein, und das sind meistens immer um die 50 Leute, würde ein Turnier solch einer Größenordnung überhaupt nicht über die Bühne gehen können." Von der sportlichen Seite her gibt es beim Jubiläumsturnier eine Neuerung. "Damit wir noch mehr heimische Mannschaften ins Turnier einbinden konnten, haben wir das Teilnehmerfeld um vier Mannschaften aufgestockt und um zwei Tage verlängert", sagt Heinz Offermanns.

Übrigens: Kassierer Reinhard Kamps ist der Einzige aus dem Vorstand, der bisher an allen 25 Burgpokaltunieren mitwirkte.

(man)