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Lokalsport: 200 Kilometer auf Kufen bei minus 14 Grad

Lokalsport : 200 Kilometer auf Kufen bei minus 14 Grad

Die aus Brüggen kommende Eisschnellläuferin Michaele Mewißen vom EC Grefrath hat an der Alternatieve Elfstedentocht Weissensee teilgenommen. Das Langlaufereignis für Kufenflitzer gibt es seit über 20 Jahren auf dem etwa 1000 Meter hoch gelegenen Weissensee. Die Elfstädtetour beträgt 200 Kilometer und wurde ursprünglich auf den zugefrorenen Grachten in den Niederlanden ausgetragen. "Ich bin das Rennen bereits zum zweiten Male mitgelaufe. Für mich war das wieder eine große und besondere Herausforderung", sagte die 33-Jährige.

Morgens um 7 Uhr in der Früh bei minus 14 Grad Celsius gehörte sie zu den Teilnehmern im Dunkeln, die mit einer Lampe bestückt das Rennen aufnahmen. Die Temperaturen lagen die ganze Woche über konstant unter null Grad Celsis. "Wir liefen somit auf bestem Eis", sagte Michele Mewißen. Sie musste dabei zwölf Runden von je 16 2/3 Kilometer laufen. Bei strahlendem Sonnenschein und Windstille absolvierte sie die ersten 100 Kilometer bereits nach 5:08 Stunden. "Die zweiten 100 Kilometer wurden dann zunehmend anstrengender", sagte sie.

Nachdem sie den nachmittäglichen Tiefpunkt überwunden und ihre Schultern gelockert hatte, ging sie die letzten 50 Kilometer entspannt an. "Die letzte Runde ab halb sechs wurde wieder im Dunkeln mit Lampen gelaufen, so dass die letzten Kilometer zu einer Ewigkeit wurden", erzählte sie. Nach knapp zwölf Stunden (11:57 Std.) und 200 Kilometern überquerte Michaele Mewißen glücklich das Ziel. Der Bahnsprecher kommentierte das mit: "Da kommt Michaele Mewißen aus Brüggen, Deutschland. Michaele du hast es gemacht, du hast es geschafft, eine Superleistung."

(off)