Fußball : 1. FC Viersen weiter unbesiegt

Gegen den SC Düsseldorf-West reichte es für die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg nicht zum erhofften Heimsieg. Doch der 1. FC bewies Moral und konnte einen Rückstand erneut ausgleichen.

Auch nach dem fünften Spieltag blieb der 1. FC Viersen die Überraschungsmannschaft der Liga. Im Spitzenspiel gegen den SC Düsseldorf-West kamen die Rot-Weißen am Hohen Busch zwar nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, doch die Art und Weise, wie die Mannschaft sich nach einem erneutem Rückstand in einem Heimspiel zusammenriss und zumindest noch einen Teilerfolg verbuchen konnte, verdient Respekt.

Der 1. FC konnte den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Eine hervorragende Ausgangsposition vor den beiden Derby-Heimspielen gegen den 1. FC Mönchengladbach und die VSF Amern.

Verhaltener Beginn

Beide Mannschaften wollten das Spiel keinesfalls verlieren. Und so begann das Spiel auch. Abwartend, abtastend. Insgesamt präsentierte sich die erste Halbzeit als eine mehr als durchwachsene Angelegenheit ohne große Höhepunkte. Es dauerte bis zur 33. Minute, ehe so etwas wie Gefahr vor dem Tor der Landeshauptstädter aufkam. Kapitän Ümit Kocaman schoss einen direkten Freistoß knapp am linken Torpfosten vorbei.

Einziger echter Aufreger des 1. FC in den gesamten ersten 45 Minuten. Die Stürmer Jan Ballis und Korbinian Beckers hingen ziemlich in der Luft. "Im ersten Durchgang haben wir uns sehr schwer getan. Keine Mannschaft wollte einen Fehler machen. In der Halbzeitpause habe ich verdeutlicht, dass wir mutiger nach vorne spielen müssen", erklärte Trainer Willi Kehrberg anschließend.

Doch auch zu Beginn des zweiten Abschnitts tat sich auf beiden Seiten recht wenig. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ein Fehler der gesamten Viersener Hintermannschaft einschließlich des ansonsten gut aufgelegten Torwarts Thomas Gerdes den Gästen die Führung ermöglichte (63.).

Viersen bewies Moral

Jetzt begann Viersens beste Phase. Unermüdlich trieb der Übungsleiter lautstark seine Spieler von der Außenlinie an. Auch Kehrbergs Wechsel taten ihr übriges. Sidero für Beckers und Rütten für Lenart. Der 1. FC wollte unbedingt den Ausgleich. Doch die Zuschauer mussten sich bis sechs Minuten vor dem Ende gedulden, ehe sie Jan Ballis erlöste. Im Strafraum wurde der Stürmer angespielt.

Geschickt drehte er sich in Höhe des Elfmeterpunkts um seinen Gegenspieler, nahm dabei den Ball elegant mit und schoss überlegt zum 1:1-Ausgleich ein. Riesenjubel am Hohen Busch.

Der Ausgleich war aufgrund der Drangperiode nach dem Rückstand mehr als verdient. Und der 1. FC hätte sogar noch den Siegtreffer unmittelbar vor dem Ende erzielen können, ja fast schon müssen. Doch das leere Tor wurde nicht getroffen. "Wir haben heute Punkte verloren", resümierte Kehrberg.

(sms)
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