1. FC Viersen vor dem Heimspiel gegen Teutonia Klenenbroich

Fußball-Bezirksliga : 1. FC Viersen empfängt den Spielverderber

Im Hohen Busch ist am Sonntag der punktgleiche Bezirksliga-Primus Teutonia Kleinenbroich zu Gast.

Die Spiele, die wirklich elektrisieren, sterben im Amateurfußball aus. Doch genau ein solches findet am Sonntag um 15.30 Uhr am Hohen Busch statt, wo die gesamte Bezirksliga wegen des Spitzenspiels zwischen dem 1. FC Viersen und SC Teutonia Kleinenbroich hinschaut. Obwohl beide Teams nach fünf Spielen mit der Maximalausbeute von 15 Punkten an der Tabellenspitze stehen, ist es in gewisser Weise das Duell David gegen Goliath.

Fragte man Kenner der hiesigen Fußballszene vor der Saison nach den Favoriten auf die Meisterschaft, hatte den 1. FC Viersen nahezu jeder auf dem Zettel. Mit dem neuen Trainer Kemal Kuc sowie einer fast von Grund auf sanierten Mannschaft will der Verein wieder an bessere Zeiten anknüpfen. Und bislang enttäuschten die Viersener nicht: Sie gewannen alle fünf Partien – und stehen dennoch „nur“ auf Platz zwei. Den Spielverderber gibt die Teutonia aus Kleinenbroich, womit vor zwei Monaten wohl niemand gerechnet hätte. Zwar mit derselben Tordifferenz, dafür aber mit zwei mehr erzielten Treffern beansprucht die Mannschaft von Norbert Müller die Spitzenposition für sich. Für Kuc hat das schon längst nichts mehr mit Zufall zu tun: „Mit Glück kannst du vielleicht zwei bis drei Spiele in Folge für dich entscheiden, aber nicht fünf. Sie haben immer souverän gewonnen, das zeigt mir, dass sie ein gefährlicher und gut organisierter Gegner sind.“

Dass das aber auch auf sein Team zutrifft, das in Dormagen auch schon zeigte, dass es schwierige Spiele erfolgreich bestreiten kann, weiß Kuc wohl selbst am besten. Vor dem Topspiel möchte er aber dennoch keinen Druck aufbauen. „Wichtiger als der kurzfristige Erfolg ist die Entwicklung der Mannschaft – und die stimmt momentan“, sagt der 40-Jährige, der auch mit der Leistung bei der 1:2-Niederlage im Niederrheinpokal gegen den VfB Hilden einverstanden war. Ohne fünf potenzielle Stammspieler war er dort angetreten, was ihm für Sonntag wieder mehr Möglichkeiten gibt. Ausfallen werden jedoch Dario Krezic (Urlaub), Nils Wüsten (Knieprobleme) sowie Ahmet Sinan Ilhan (Nasenbruch).

Obwohl in Dominik Klouth ein Spieler des Teutonen-Kaders mit neun Toren und zwei Vorlagen heraussticht und aufgrund seiner Viersener Vergangenheit besonders motiviert sein wird, ist Kuc nicht bange: „Natürlich müssen wir auf ihn aufpassen, aber in erster Linie konzentrieren wir uns auf unsere Leistung.“

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