Fußball : Viersen gewinnt den Grenzland-Cup

Die VSF Amern, der SC Waldniel und Fortuna Dilkrath feierten eine gelungene Premiere des ersten gemeinsamen Turniers. Der FC gewann das Endspiel gegen die Amerner mit 2:0.

Der 1. FC Viersen darf sich als erster Sieger beim Grenzland-Cup feiern lassen. Im Endspiel des vom SC Waldniel, VSF Amern und der DJK Fortuna Dilkrath erstmals gemeinsam ausgetragenen Turniers, setzten sich die Viersener am Sonntag Abend mit 2:0 gegen die VSF Amern durch.

Als Jürgen Cleven vom Hauptsponsor, der Volksbank Viersen, den Viersenern den großen Pokal überreichte, brandete im Amerner Rösler-Stadion völlig zu Recht Jubel auf. Die Viersener hatten sich diesen Beifall mit einer tadellosen Vorstellung erarbeitet. Trainer Daniel Saleh strahlte natürlich. „Das war verdient“, sagte er. Es freute ihn, dass sein Team nicht nur auf Konter setzte, sondern auch spielerische Lösungen suchte. Vor allem vor dem Tor glänzten die Viersener mit ihrer gnadenlosen Effektivität. Aus vier sehr guten Möglichkeiten erzielten sie zwei Treffer, während den VSF bei einem deutlichen Übergewicht an Chancen diese Zielstrebigkeit im Abschluss fehlte.

Schon nach vier Minuten stellte Nejat Kaya für die Gäste die Weichen auf Sieg. Aus abseitsverdächtiger Position traf er zum 1:0. Die VSF ließen sich vom Tor nicht beirren, wohl aber von so manchem Pfiff des Unparteiischen. Die Amerner suchten fortan Wege, die Abwehr der Viersener zu knacken, doch die verteidigten ihr Tor clever. Außerdem hatten sie das Glück auf ihrer Seite, dass strittige Entscheidungen nicht für sie entschieden wurden. Dominik Bischoff regte das so auf, dass er sich sogar eine gelb-rote Karte einfing.

Kurz vor dem Ende hebelten die Viersener die VSF-Abwehr durch einen Pass in die Schnittstelle aus. Simon Hetterle sorgte mit dem 2:0 für den Endstand. „Wir machen viel zu wenig aus unseren Möglichkeiten. Schlimmer ist aber, dass ich personell immer umbauen muss“, sagte VSF-Trainer Kehrberg. Besonders in der Defensive wirkten die VSF nicht eingespielt, allerdings fehlten auch beim 1. FC Viersen etwa zehn Akteure.

Den dritten Platz im Grenzland-Cup sicherte sich TuRa Brüggen durch einen 4:2-Erfolg nach Elfmeterschießen im kleinen Finale gegen den TSV Kaldenkirchen. Den fünften Platz angelte sich der Rheydter SV nach einem 2:0 gegen den Dülkener FC. Siebter wurden die TSF Bracht nach einem 5:4 im Elfmeterschießen gegen Concordia Viersen.

Im B-Turnier holte sich SuS Schaag den Turniersieg, nicht zuletzt dank des überragenden Torschützen Daniel Obst. Obst erzielte vier der fünf Schaager Tore im gesamten Turnier. Im Endspiel siegte Schaag 2:1 gegen Rhenania Hinsbeck. Im kleinen Finale behaupteten sich die VSF Amern II 2:0 gegen die DJK Oberkrüchten. Fünfter wurde die DJK Fortuna Dilkrath. Der Turnierplan geriet ein wenig durcheinander, weil der SC Niederkrüchten seine Teilnahme an der Endrunde kurzfristig absagte.   

Insgesamt könnte der Grenzland-Cup ein Erfolgsmodell werden. Manfred Finke vom SC Waldniel, Stefan Laumen von Fortuna Dilkrath und Uli Hamacher von den VSF Amern schienen jedenfalls zuversichtlich, im kommenden Jahr die zweite Auflage starten zu können. Die Resonanz sei auf allen drei Plätzen positiv gewesen. „Die Idee ist gut angekommen. Ich habe zum Beispiel gehört, dass das schon lange fällig gewesen sei“, meinte Finke. Die Verantwortlichen wollen nun gemeinsam ein Résumé ziehen und eventuelles Verbesserungspotential suchen.

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