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Fußball: 1. FC krankt an katastrophaler Heimbilanz

Fußball : 1. FC krankt an katastrophaler Heimbilanz

Nach der 0:1-Heimpleite gegen den 1. FC Wülfrath überwintert der 1. FC Viersen auf dem 16. Tabellenplatz. Eine Platzierung, die am Ende der Spielzeit nicht zum Verbleib in der Niederrheinliga reichen würde.

In Viersen geht man mit gemischten Gefühlen in die Winterpause. Denn innerhalb von nur sieben Tagen erlebten die Rot-Weißen ein Wellenbad der Gefühle. Erst unterlag Hilden-Nord am Hohen Busch, doch der 1. FC war nicht in der Lage, gegen Wülfrath nachzulegen. Statt der erhofften 20 Punkte zur Winterpause sind es "lediglich" 17. Statt dem Sprung auf Platz 13 nun also Drittletzter. Eben jener Platz 13, der als erster Tabellenrang augenscheinlich zum Klassenerhalt ausreicht.

Aktuell belegt ihn Germania Ratingen. Das neue Konzept der sportlichen Leitung, unter anderem vermehrt auf jungen Spieler zu setzen, ist selbstverständlich mit Startschwierigkeiten verbunden.

Ob der 1. FC auch diesmal in der Lage ist, eine auch nur annähernd starke Rückrunde zu spielen wie in der Vorsaison, erscheint aufgrund der Neuausrichtung mehr als fraglich. Doch die Niederrheinliga erweist sich auch in dieser Saison wieder als Wundertüte. Für den 1. FC Viersen ist selbstverständlich noch alles möglich. Auch wenn die bisherigen elf Niederlagen ligaweit den Spitzenwert darstellen.

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Acht Pleiten am Hohen Busch

Doch es müssen Schwächen behoben werden. Denn die Bilanz am Hohen Busch liest sich erschreckend. Letztlich ist es egal, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Acht Heimpleiten (!) stehen lediglich zwei Siege und ein Unentschieden gegenüber. Magere sieben Punkte in elf Versuchen. Nur Aufsteiger Hamborn 07 erwies sich in diesem Zusammenhang als noch schwächer. Trainer Willi Kehrberg bemängelte bereits vor einigen Wochen, dass seine Mannschaft auch am Hohen Busch erfolgreich sein muss.

Um erfolgreich zu sein, muss man allerdings auch Tore schießen. Das nächste Problem der Rot-Weißen. Lediglich 21 Mal jubelten die Spieler in den rot-weißen Trikots. Ligaweit fast ebenfalls ein Spitzenwert. Nur Sonsbeck jubelte seltener. Patrick Scheulen sticht dabei mit sechs Toren heraus und ist Viersens bester Torjäger. Von Nando Di Buduo oder Lawrence Aidoo ist kaum etwas zu sehen, weil auch viele Verletzungen Viersens Offensivabteilung dauernd schwächten. Der Coach musste über Wochen permanent die personelle Zusammensetzung des Angriffs ändern. Von Einspielen kann daher keine Rede sein.

Mit den Auftritten in fremden Gefilden kann man hingegen zufrieden sein. Die Bilanz ist ausgeglichen. Drei Siege, drei Niederlagen, ein Unentschieden und eine Tordifferenz von 11:11. Auswärts fällt es den Rot-Weißen also leichter.

(RP/rl)