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Spielplatzpaten für drei Anlagen in Viersen

Stadtverwaltung Viersen : Pilotprojekt – Drei Spielplätze bekommen Paten

In der Testphase werden die drei Anlagen mit Containern ausgestattet, die mit Spielgeräten bestückt sind. Spielplatzpaten geben die Geräte an die Kinder und Jugendlichen aus, könnten aber zum Beispiel auch mit im Blick behalten, wie sauber die Anlage ist und wo Geräte defekt sind.

Die Stadtverwaltung erarbeitet ein Konzept zu Spielplatzpatenschaften in Viersen. Damit hat sie der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beauftragt. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 soll das Modellprojekt starten, dafür sollen zuvor bei  einem Termin mit Ratspolitikern drei Anlagen aus verschiedenen Stadtteilen ausgewählt werden.

In anderen Städten, etwa Krefeld und Oberhausen, gibt es bereits Spielplatzpaten. Zu ihren Aufgaben kann es gehören, in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Feste zu organisieren, aus einem Container Spielmaterial auszugeben und zu verleihen, Missstände wie überfüllte Mülleimer und Defekte an Spielgeräten zu melden. Sie können dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Anlage stärker annehmen, sich verbundener fühlen.

In Viersen hatte die SPD im April beantragt, Spielplatzpatenschaften einzurichten. Die Verwaltung stellte nun drei Varianten vor, wie weiter verfahren werden könnte. Der Jugendhilfeausschuss entschied sich am Dienstag für Option A. Sie sieht vor, dass in einer Pilotphase drei Spielflächen ausgewählt werden, für die innerhalb eines Jahres Spielplatzpatenschaften organisiert werden. Auf jedem dieser Plätze soll ein Container aufgestellt und mit Spielmaterial ausgestattet werden. Die Verwaltung rechnet damit, dass im ersten Jahr Kosten von insgesamt rund 11.500 Euro anfallen. Eine Fachkraft soll stundenweise die Patenschaften betreuen.

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Wie und ob das Projekt nach der Pilotphase weitergeführt wird, entscheidet der Jugendhilfeausschuss, wenn Erfahrungswerte gesammelt sind. Nach Angaben der Verwaltung unterhält die Stadt aktuell 90 Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche in Boisheim, Dülken, Süchteln und Alt-Viersen. Davon sind 68 öffentliche Spielplätze und 22 Bolzplätze. Eine der beiden Varianten (Option B), die dem Jugendausschuss zur Auswahl standen, sieht vor, dass nach und nach für alle 68 Spielplätze Patenschaften realisiert werden – pro Jahr für acht Anlagen. Option C beinhaltet den Vorschlag, 17 Plätze auszuwählen. Zwölf sollen mitten in den Stadtteilen liegen – fünf weitere, für die besonderer Bedarf gesehen wird, ergänzt werden. Denkbar ist, dass der Jugendhilfeausschuss nach der Pilotphase dafür stimmt, eine dieser beiden Optionen zu ziehen.