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SPD mit Idee zu Mikro-Depots für Viersen

Verkehr in Viersen : SPD setzt auf Mikro-Depots, um den Lieferverkehr einzudämmen

Nach der Sommerpause soll sich der zuständige Fachausschuss mit dem Antrag der Viersener SPD-Fraktion beschäftigen. Mit Lastenfahrrädern könnte der Verkehr reduziert werden.

Die Viersener Sozialdemokraten wollen prüfen lassen, ob sich am Standort Viersen mit Fördermitteln City-Hubs einrichten ließen. Dabei handelt es sich um kleinere Lager außerhalb des Stadtkerns, in denen zum Beispiel Paketdienstleister Lieferungen für den Weitertransport zum Endkunden unterbringen können. Für diesen Weitertransport von den City-Hubs, auch Mikro-Depots genannt, aus, könnten die Paketauslieferer Lastenfahrräder nutzen. „Vorteil ist hier neben der Reduzierung der Lärmemissionen und der Feinstaub- und Stickoxidminderung, auch eine Entspannung des innerstädtischen Verkehrs durch den Wegfall eines Teils des Lieferverkehres“, erläutern SPD-Fraktionssprecher Manuel García Limia und Ratsfrau Sonja Neikes.

Die SPD-Fraktion will der Stadtverwaltung einen Prüfauftrag erteilen. Sie bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein für Mönchengladbach, Krefeld und Neuss zur Planung und Einrichtung von City-Hubs. Das Projekt wird vom Land gefördert. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) zukommen lassen, der zuständige Fachausschuss soll sich nach der Sommerpause mit dem Thema befassen.

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García Limia und Neikes führen aus: „Der Online-Handel wächst – trotz aller Anstrengungen der Politik den örtlichen Einzelhandel zu stärken – in den vergangenen Jahren deutlich. Die aktuelle Pandemie hat diese Situation zudem noch verschärft.“

Der auf den ersten Blick für die Verbraucher bequeme Einkauf habe jedoch für die Kommunen – neben den ökonomischen Auswirkungen durch die Schwächung des Einzelhandels – auch ökologische und verkehrspolitische Folgen. „Die IHK Mittlerer Niederrhein spricht hier zu Recht davon, dass die innerstädtische Infrastruktur vielerorts überlastet ist.“ Es besteht bei Kurier-, Express- und Paketdienstleistern „ein besonderes Potenzial für eine klimafreundliche Ausgestaltung der Lieferverkehre“ vom Handel zu den Endverbrauchern.