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Spannende Ferienaktion im Alo in Viersen-Dülken

Ferien in Viersen : Kinder drehen ihre eigenen Stop-Motion-Filme

„Action, Foto, Klappe, Film“ heißt es derzeit im Alo. In dem Dülkener Kinder- und Jugendzentrum summen in den Herbstferien die Kameras.

Ein traumhaftes Strandszenario mit weißem Sand, blauem Himmel ohne Wolken und einem tiefblauen Meer ist zu sehen. Allerdings ist das wenig real. Scheinwerfer beleuchten das in einem Umzugskarton aufgebaute Ensemble, vor dem wiederum ein iPad auf einem Stativ steht. Dann geht es los. Alia bewegt eine Playmobil-Figur im Badeanzug und mit einer Strandschaufel in der Hand minimal. Ein leises Klicken ist zu hören. Das stammt vom Auslöser der iPad-Kamera, die Betreuerin Laura immer wieder bedient, um ein neues Foto zu schießen, wenn Alia die Figur wieder ein klein wenig bewegt hat.

„Action, Foto, Klappe, Film“ heißt es seit Beginn der Herbstferien im Dülkener Kinder- und Jugendzentrum Alo der Pfarrgemeinde St. Cornelius und Peter. Pro Woche sind je 50 Kinder, aufgeteilt auf drei getrennte Gruppen, am Start und steigen in die Geheimnisse des Filmens und der Fotografie ein. Ein Projekt sind dabei die Stop-Motion-Filme. Bei dieser Filmart wird eine Illusion von Bewegung erzeugt, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen werden, wobei in jedem Bild eine minimale Bewegung erfolgt. Aneinandergereiht ergeben die Bilder einen Film.

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„Für 30 Sekunden Film brauchen wir über 100 Fotos“, informiert Alo-Leiterin Bettina Passon. Die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren bauen mit den Betreuern und Helfern unterschiedliche Kulissen, um darin die Filme in Szene zu setzen. Betreuerin Daniela gestaltet so zusammen mit der neunjährigen Fiona gerade ein mächtiges Schloss. Das Werk ist fast fertig, nur noch das Pinseln der Zinnen liegt an. „Wir haben schon einen Rapunzel-Film in einer Turmkulisse gedreht. Ich bin gespannt, welche Filme in der neuen Kulisse entstehen werden“, sagt Passon. Einen Tisch weiter drehen Kinder zusammen mit Betreuer Rene indes eine Bastelanleitung für Freundschaftsarmbänder. „Eine für Lesezeichen haben wir schon fertig“, erzählt Pia. Die Begeisterung an der Arbeit ist der Neunjährigen auf der ganzen Linie anzusehen.

Aber nicht nur Filme und diverse Bastelanleitungen entstehen. Das Herstellen von eigenen Autogrammkarten mit Foto macht nicht weniger Spaß. Für viel Gelächter sorgen auch die aus einer anderen Perspektive aufgenommen Fotos. Da steigt ein Teilnehmer aus einem Buch, ein anderer hängt an einer Blechdose und zwei sitzen auf einem Spielwürfel. Wie man solche Fotos herstellt, haben im Alo alle gelernt.

(tre)