1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Sozialdienst katholischer Frauen in Viersen mit neuem Angebot für Mütter und Kinder

Unterstützung in Viersen : Neues Haus für Mutter-Kind-Wohngemeinschaften

Mitte nächsten Monats geht das Neu-Haus an den Start. In der alten Papierfabrik an der Krefelder Straße in Viersen eröffnet der Sozialdienst katholischer Frauen eine neue Wohngemeinschaft für Mutter und Kind.

Das Bild auf dem Handy von Birgit Beinlich zeigt einen großen heruntergekommenen leeren Fabrikraum von knapp 1300 Quadratmeter Größe. „So sah es 2018 aus, als wir das erste Mal vor Ort waren“, sagt die Mitarbeiterin vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Ein Raumangebot, das Platz für Ideen bot. Und an denen mangelte es dem SkF nicht.

Gemeinsam mit der Viersener Architektin Hildegard Wiemes-Kleinen und der Remigius GmbH als Bauherr im Hintergrund schritt man zur Tat. Hinter den alten Mauern der Papierfabrik geht der SkF mit einem neuen Angebot an den Start. Am 13. Juli soll das „Neu-Haus“ an der Krefelder Straße 171a eröffnet werden. Dahinter verbirgt sich eine Wohngemeinschaft für Mutter und Kind. In dieser werden Frauen zusammen mit ihren Kindern für ein Leben in den eigenen vier Wänden stark gemacht. „Die Bedarfe in dem Bereich Mutter und Kind haben sich geändert. Mit dem Neu-Haus tragen wir dem Rechnung“, sagt Astrid Samuel vom SkF-Geschäftsführungsteam.

Insgesamt hat der SkF 20 neue Mitarbeiter für das Haus angestellt. Elf Frauen und 14 Kinder finden dort ein Zuhause auf Zeit. Die Frauen erleben dort drei Phasen. Der Aufnahme und Orientierung folgt die Trainings- und Kompetenzphase, der sich die Verselbstständigungsphase anschließt. Die Vermittlung der Mütter und Kinder in die Einrichtung erfolgt über das Jugendamt.

Die Erfahrungen aus dem Appartementhaus, das der SkF in der Viersener Innenstadt seit über 20 Jahren betreibt und dort auch weiterführen wird, fließen in die Arbeit an der neuen Wirkungsstätte mit ein. Das Konzept für das Neu-Haus steht, baulich werden gerade die letzten Kleinigkeiten umgesetzt und es geht ans Einrichten. Die Bewohner erwarten großzügig geschnittene helle Wohneinheiten. Das Ganze erinnert an eine riesige Loftwohnung. Ob die alte Backsteinmauer, ein schwarz lackierter Eisenträger an der Decke oder eine weiße Säule mitten im Zimmer – es sind etliche architektonische Highlights, die dabei ein Stück Geschichte widerspiegeln. In den Wohneinheiten finden die Mütter jeweils einen Wohn-Schlafbereich sowie Kinderzimmer, Bad und Abstellraum, je nach Bedarf auch eine Miniküche. Ein ruhiges Farbkonzept zieht sich durch das gesamte Haus. Selbst eine multifunktionale Turnhalle fehlt nicht. Die Dachterrasse und der Innenhof mit Sandkasten, Rasenplatz und Grüngestaltung runden das Angebot ab. „Wir möchten den Müttern und Kindern eine Dusche voll guter Atmosphäre geben“, sagt Einrichtungsleiterin Beinlich.