Viersen: Souveränes Cellospiel in der Kreuzkirche

Viersen: Souveränes Cellospiel in der Kreuzkirche

Viersen Die Anreise von Berlin nach Viersen verlief für den Barockcellisten Ludwig Frankmar recht mühsam, dank Schienenersatzverkehr kam er aber schließlich doch noch zeitig genug an. Überhaupt nicht mühsam klang in der Kreuzkirche, was er auf dem Cello spielte. Da wirkte alles leicht und locker, auch wenn der Schwierigkeitsgrad durchaus hoch angesetzt war. Sein Barockcello hat nicht das große Klangvolumen eines heute üblichen Konzertcellos.

Viersen Die Anreise von Berlin nach Viersen verlief für den Barockcellisten Ludwig Frankmar recht mühsam, dank Schienenersatzverkehr kam er aber schließlich doch noch zeitig genug an. Überhaupt nicht mühsam klang in der Kreuzkirche, was er auf dem Cello spielte. Da wirkte alles leicht und locker, auch wenn der Schwierigkeitsgrad durchaus hoch angesetzt war. Sein Barockcello hat nicht das große Klangvolumen eines heute üblichen Konzertcellos.

Aber es hat einen schönen, ausgeglichenen Ton, der sich in der Kirchenakustik herrlich entfaltete. Sein Programm enthielt erwartungsgemäß Barockes, begann aber zeitlich schon früher und endete später. Der venezianischen Renaissance lässt sich Aurelio Virgiliano (ca. 1540-1600) mit seinen beiden Ricercaten zuordnen. Die zahlreichen Verzierungen und Umspielungen wiesen auf Bach hin. Schon mehr in die nachbarocke Klassik fiel das Schaffen von Karl Friedrich Abel.

Barock stand in französischer und deutscher Ausprägung auf dem Programm. Antoine Forqueray (Pièces de violle) war Gambist am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Der aus Schweden stammende Frankmar spielte alles mit technischer und musikalisch-stilistischer Sicherheit. Der musikalische Höhepunkt war Johann Sebastian Bachs souverän gespielte Solosuite. gho

(-tr)