Sommermusik vom Förderverein Festhalle im Lyzeumsgarten in Viersen

Konzert in Viersen : Sommermusik im Lyzeumsgarten

Der Förderverein Festhalle bittet zum Konzert. Es ist eine Reminiszenz an die Konzertreihe vergangener Tage. Zweimal 50 Minuten werden die Musiker auf der Bühne stehen. In der Pause wird für den Erhalt der Festhalle gesammelt

Neue Vorhänge, beleuchtete Notenpulte, frische Wandfarbe und eine Akustikdecke fürs Foyer: Der Förderverein Festhalle Viersen hat seit seiner Gründung vor 23 Jahren schon so manches Mal zum Erhalt des denkmalgeschützen städtischen Baus am Hermann-Hülser-Platz beigetragen. Um Geld für künftige Projekte zu sammeln, organisieren die Mitglieder nun für Sonntag, 14. Juli, ein Benefizkonzert im Lyzeumsgarten hinter der Festhalle. Und noch etwas treibt sie an: „Das Konzert ist in gewisser Weise eine Reminiszenz an den Musiksommer“, sagt Vorstandsmitglied Ottmar Nagel. „Wir möchten versuchen, an die Tradition der Reihe anzuknüpfen.“

Seit 2006 war der Förderverein Gastgeber des Viersener Musiksommers. Bestandteile waren eine Musikakademie mit Meisterkursen, Dozenten- und Studentenkonzerte. „Das waren jeweils acht bis zehn Tage“, erläutert Nagel. 2015 kündigte der künstlerische Leiter Homero Francesch seinen Abschied an, bei der nächsten Ausgabe des Musiksommers 2017 zeichnete sich ab, dass künftig auch die ganze Organisation nicht mehr reibungslos zu stemmen sein wird – das sei dann das Ende für den Musiksommer gewesen, erinnert sich Nagel.

Mit dem Benefizkonzert „Sommermusik 2019“ im Lyzeumsgarten möchte sich der Förderverein nun wieder bei den Viersenern ins Gedächtnis bringen. „Außerdem möchten wir ihnen natürlich ein kulturelles Angebot eröffnen“, betont Nagel. Der Musiker wird am 14. Juli selbst auf der Bühne stehen, denn er ist Mitglied der Band „Ferry 2 Kerry“, die ab 17 Uhr im Lyzeumsgarten spielt. Seine Bandkollegen sind Helga Supplieth, Henning Wilms und Peter Supplieth. Zu hören gibt’s - so kündigt es der Veranstalter an - „packende Songs aus allen irischen Lebenslagen“, etwa „mitreißende Jigs und Reels, anrührende Balladen, zünftige Sauf- und Rauflieder“.

Wie lange das Konzert dauern wird, „das weiß man vorher ja nie so genau“, sagt Nagel. Geplant seien aber zweimal 50 Minuten. „In der Pause gehen zwei Mitglieder des Fördervereins mit dem Hut rum“, ergänzt der Musiker. Das Geld werde nicht für ein bestimmtes Projekt gesammelt, das der Verein gerade plant, erzählt er. Aber: „Es gibt Überlegungen, das Parkett abzuschleifen und zu erneuern, wir sammeln also perspektivisch.“

Der Erlös kommt dem Erhalt der Festhalle zugute. Foto: Martin Röse

Rund 110 Mitglieder zählt der Förderverein Festhalle zurzeit. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Nagel. „Oberstes Ziel des Vereins ist, dass die Festhalle in möglichst gutem Zustand erhalten bleibt.“ Dabei handeln die Mitglieder nach altem Vorbild. Zwar hatte der Viersener Fabrikant Josef Kaiser die Halle, die 1913 fertig wurde, gespendet, „aber der Innenausbau war noch zu leisten“, weiß Nagel. „Die Bürger organisierten einen dreitägigen Basar und sammelten dafür Geld.“ Nun können es erneut Bürger sein, die etwas zur Festhalle beitragen, nämlich dadurch, dass sie zum Konzert kommen und spenden.

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