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So war der deutsch-niederländische Stoffmarkt in Viersen

In der Innenstadt von Viersen : So war der deutsch-niederländische Stoffmarkt

Knöpfe, Endlos-Reißverschlüsse, Waffelstrickjersey – beim deutsch-niederländischen Stoffmarkt in der Viersener Fußgängerzone gab es am Freitag alles, was Nähbegeisterte brauchen. Aber wurde auch gekauft?

Martin Hemmersbach sieht glücklich aus, während er Dutzende Ketten, Bänder, Schleifen und Perlen in eine Papiertüte steckt. „Das macht dann 103 Euro“, sagt er – und „na, machen wir hundert draus.“ Gabriele Pohl holt zwei 50-Euro-Scheine heraus. Auch die Dülkenerin ist froh. „Wir basteln gern zu Hause. Hier habe ich ganz viel gefunden, das ist auch super sortiert.“ Kundinnen wie Gabriele Pohl könnten Marianne und Martin Hemmersbach von „De Knopp“ mehr gebrauchen. „Es ist schon Kaufzurückhaltung zu spüren“, sagt er. „Die Leute sehen, dass alles teurer wird und halten ihr Geld beisammen.“

Beim ersten Niederländisch-Deutschen Stoffmarkt seit der Corona-Pandemie ist die Fußgängerzone zwar deutlich besser besucht als an normalen Tagen, aber nur an wenigen der rund 80 Stände auf der Hauptstraße zwischen Rathausgasse und Sparkassenvorplatz gibt es hoch zufriedene Gesichter. „Seit dem Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage deutlich zurückgegangen“, sagt eine Händlerin.

Die Buchhändlerin Anna Wolgemuth hat gleich mehrere Stoffe eingekauft, will sich selbst ein Kleid nähen – und einen Winterpulli für ihre Tochter.

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Immer wieder dicht umringt ist der Stand von Kristina Kempers. Mehrere Schultüten hängen da, die Viersenerin, die an der Alten Bruchstraße auch ein Ladenlokal betreibt, bietet auch Schnittmuster für Schultüten an – und diverse Bügelbilder. „Das läuft hier gut“, sagt sie. Auch manche Stammkunden hätten sie am Nachmittag besucht. „Mein Ladenlokal hat ja immer nur vormittags geöffnet.“