1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

So verlief das Unwetter im Kreis Viersen

Erste Bilanz des Sturms : So verlief das Unwetter im Kreis Viersen

Im westlichen Teil des Kreises Viersen fielen die Sturmschäden unterschiedlich stark aus, verletzt wurde niemand. Ab Mitternacht am Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst vor Sturmtief „Ignatz“ gewarnt.

Ab Mitternacht am Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst vor Sturmtief „Ignatz“ gewarnt. Im westlichen Teil des Kreises Viersen fielen die Sturmschäden unterschiedlich stark aus, verletzt wurde niemand.

Häufig war etwa die Freiwillige Feuerwehr Brüggen im Einsatz. Marc Pollen, Leiter der Wehr, berichtet von „zehn Einsätzen in Brüggen, Born, Lüttelbracht und Genholt“. Ein geparktes Fahrzeug, das an der Bergstraße in Brüggen stand, ist durch einen umgestürzten Baum derart stark beschädigt worden, dass es nicht mehr gefahren werden kann. Weiterhin mussten  die Feuerwehrleute umgestürzte Bäume, abgebrochene Baumkronen und abgebrochene Äste von  Straßen räumen. Von 7.30 bis 10 Uhr sei das Gerätehaus besetzt gewesen, danach ist man laut Pollen in den normalen Betrieb zurückgekehrt.

Während andere Zoos geschlossen hatten, hatte der Natur- und Tierpark in Brüggen  ab 10 Uhr geöffnet – auch wegen des Betriebs des auf dem angrenzenden Gelände untergebrachten DRK-Waldkindergartens. Am Morgen sei der Sturm recht stark gewesen, aber bereits gegen Mittag abgeflaut, erklärte eine Mitarbeiterin.

  • Die Wehren im Kreis Viersen wurden
    Einsätze in Kempen, Willich, Tönisvorst und Grefrath : Sturmtief „Ignatz“ reißt zahlreiche Bäume um
  • Auf der B9 bei Kerken bracht
    Unwetter über Geldern : „Ignatz“ stürmt über das Gelderland
  • In Herrenshoff war durch das Sturmtief
    Sieben Einsätze der Feuerwehr Korschenbroich : Wenige Schäden durch Sturmtief Ignatz

Auch die Freiwillige Feuerwehr in Schwalmtal hatte einiges zu tun: So wurde etwa ein am Volksbankstadion in Amern geparktes Auto durch einen umgestürzten Baum schwer beschädigt. Ebenfalls ein umgestürzter, großer Baum sorgte am Hariksee dafür, dass eine Telefonleitung gekappt wurde.  Drei weitere Bäume waren laut Wehr-Sprecher Timo Smets am Amerner Weg auf die Fahrbahn gestürzt und mussten beseitigt werden. Gegen 11 Uhr wurde in Schwalmtal die Besetzung der Gerätehäuser beendet. 

Für die Feuerwehr Viersen verlief der Sturmtag nach Angaben einer Stadtsprecherin „ruhig“: „Innerhalb des Stadtgebietes gab es einen umgestürzten Baum auf privatem Grund.“ Gefahr für die Allgemeinheit habe dadurch nicht bestanden. Auch in Nettetal gab es vereinzelt abgeknickte Äste auf den Fahrbahnen, aber keine besonderen Sturm-Einsätze der Feuerwehr, so ein Sprecher der Stadt.

Wie eine Sprecherin der Kreis-Polizei mitteilte, ist ein 50-jähriger Nettetaler im Bereich der Wilhelmshöhe in Lobberich gegen 7.15 Uhr leicht verletzt worden. „Er war auf der Wilhelmshöhe Richtung Düsseldorfer Straße unterwegs. Kurz vor der Einmündung Flothend stürzte ein Baum halb auf, halb vor sein Auto. An dem Wagen entstand Sachschaden“, berichtete sie. Bei einem weiteren Unfall sei es bei reinem Sachschaden geblieben.

Viel zu tun hatte auch die Feuerwehr in Niederkrüchten, so Wehrleiter André Erkens. Allerdings ging es dabei auch in Niederkrüchten lediglich um Hindernisse wie Äste auf den Fahrbahnen.

Das Sturmtief „Ignatz“ ist zwar weitergezogen, aber Entwarnung gibt der Wetterdienst noch keine. Das stürmische Wetter werde sich erst zum Wochenende hin beruhigen, hieß es. Gerade für Autofahrer bedeutet das: erhöhte Aufmerksamkeit und angepasste Geschwindigkeit.