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Kreis Viersen: So soll die Karte funktionieren

Kreis Viersen : So soll die Karte funktionieren

So stellt sich der Bundestagsabgeordnete den Einsatz einer Bildungschipkarte in der Praxis vor: Im Jobcenter werden die Leistungen und Guthaben individuell aufgeladen, etwa für ein halbes Jahr.

Beispiel: Legt ein Lehrer für ein Kind fest, dass es Nachhilfe erhalten soll, wird diese Leistung für ein halbes Jahr auf die Karte geladen. Bei jedem Nachhilfe-Termin kommt die Karte in ein Lesegerät und die Leistung wird abgerechnet. Genau so läuft es auch bei den anderen Leistungen, beim Schulessen, bei Schulbuskosten oder Übungsstunden in Vereinen.

Über das Kommunale Rechenzentrum (KRZN) werden alle in Anspruch genommenen Leistungen dann für das Jobcenter aufbereitet. "Der jeweilige Berater einer Familie kann dann genau sehen, welche Leistungen wann und in welchem Umfang in Anspruch genommen wurden", sagt Schummer.

Vor der Einführung der Bildungschipkarte müssen aber vor allem noch technische Probleme gelöst werden. Für die Anschaffung der Lade- und der Lesegeräte steht der Projektgruppe um den Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer die "Initiative Geldkarte" zur Seite.

Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Institutionen, vorrangig der Sparkassen und Volksbanken. "Die Initiative kann sich vorstellen, sich an den Kosten für die Geräte zu beteiligen", sagt Schummer.

So sollen schrittweise die Leistungsanbieter mit den Geräten ausgestattet werden. Allein 100 Schulen im Kreis Viersen würden ein Lesegerät benötigen. "Viele arbeiten aber schon mit einer solchen Technik, um die Schulverpflegung bargeldlos abzuwickeln", sagt Uwe Schummer.

Mehr als 150 und maximal 250 Kindertageseinrichtungen müssten ebenfalls ausgestattet werden, dazu mehr als 300 Sportvereine, Musikschulen oder andere Klubs und Anbieter von Nachhilfe.

Knackpunkt ist die Softwareentwicklung. Die ist zum einen teuer. Zum anderen muss sie auch mit zwei Software-Produkten kompatibel sein, die derzeit schon im Einsatz sind, einmal beim Jobcenter und einmal beim Sozialamt. Die Techniker der "Initiative Geldkarte" und des Kommunalen Rechenzentrums sind diesbezüglich auf der Suche nach Lösungen.

(RP)