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So lief der Weihnachtsmarkt in Viersen-Süchteln

Advent in Viersen : Tausende besuchen 2G-Weihnachtsmarkt

Beim Weihnachtsmarkt in Viersen-Süchteln setzte die Stadt auf Zugangskontrollen und Einlass-Bändchen. Zeitweise bildeten sich Warteschlangen am Einlass, doch Unmutsäußerungen habe es kaum gegeben.

Die Weihnachtsmärkte sind ein Signal dafür, dass die Adventszeit nun endgültig begonnen hat. Das gemeinsame Schlendern über den Weihnachtsmarkt gehört für viele einfach dazu – und ist in diesem Jahr oftmals an Bedingungen geknüpft. Das galt auch für den Märchen-Weihnachtsmarkt in Viersen-Süchteln, der am ersten Adventswochenende nur unter Einhaltung der 2G-Regelung und mit Einlass-Bändchen besucht werden konnte. An den Kontrollstellen habe es selbst bei vorübergehend auftretenden Wartezeiten kaum Unmutsäußerungen gegeben, berichtete City-Managerin Mareike Backhausen am Sonntagmittag. Am Samstag seien rund 4000 Bändchen ausgegeben worden. „Die Reaktionen waren durchweg positiv.“ Das gelte auch für die Marktbeschicker und die ansässigen Händler. So habe eine Bäckerei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit Leckereien versorgt.

Der 2G-Status – also „Geimpft“  oder „Genesen“ – wurde von Sicherheitspersonal an den Zugangskontrollen zum Marktbereich überprüft. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre waren ausgenommen. Nur wer die Vorgaben erfüllte, erhielt ein Einlass-Bändchen und wurde an den Ständen des Weihnachtsmarktes bedient. Die Eingänge, die außerhalb der Zugangskontrollen in den Ortskern führen, wurden mit Zäunen abgesperrt. So sollte ein unkontrollierter Zugang zum Marktbereich verhindert werden. Auch die Aussteller sollten die Bändchen der Besucher kontrollieren. Die Besucher seien sehr vorsichtig und rücksichtsvoll gewesen, berichtete Backhausen: „Auch wenn es gerade nach Einbruch der Dämmerung etwas voller wurde, gab es kein Gedrängel.“

 Nach der Kontrolle am Einlass konnten die Besucher in der Fußgängerzone an den Buden vorbei bummeln.
Nach der Kontrolle am Einlass konnten die Besucher in der Fußgängerzone an den Buden vorbei bummeln. Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
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Ute und Franziska Dämbkes, die einen Stand mit Upcycling-Produkten, Socken und Kissen führten, fanden die Bändchen-Kontrolle angenehm: „Wir konnten schnell überprüfen, ob das Bändchen getragen wird oder nicht“, sagte die Willicherin. Das Mutter-Tochter-Gespann fand einen Weihnachtsmarkt unter 2G-Regelung und mit Einlass-Bändchen zunächst ungewohnt: „Ich muss aber sagen, dass es gut funktioniert.“ Die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt schien, trotz Einlasskontrollen und zeitweise kleinen Warteschlangen an den Eingängen, ausgelassen.

Joanna Wintgen von der Buchhandlung Frau Eule hatte ihren Laden passend zum verkaufsoffenen Adventssonntag geöffnet. Sie befand: „Es ist nicht so voll, wie ich grundsätzlich erwartet habe. Aber unter Berücksichtigung der aktuellen Situation kommen schon viele Menschen zum Bummeln in die Buchhandlung.“ Auch Gaby Teichel hatte gegenüber die Türen ihrer Boutique „Gaby‘s Lädchen“ pünktlich um 13 Uhr geöffnet. Sie bemerkte eine positive Stimmung unter den Besuchern: „Alle sind total nett, gut drauf und nehmen die 2G-Kontrolle gerne an“, sagte sie. Die Inhaberin hatte auch auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand mit Mützen, Schals und Handschuhen eingerichtet.

Und auch sonst gab es auf dem Märchenmarkt viel zu entdecken: So konnten passend zum Märchen-Motto bei einem Stand der Stadt Viersen Feenstäbe und Schatztruhen gebastelt werden. „Das nehmen die Kinder total gerne an und sind einfach glücklich“, berichtete Gisa Spanier vom Förderverein der Kindertagesstätte Heidweg. Das Märchen-Motto konnte aber nicht nur am Stand der Stadt entdeckt werden: Über den gesamten Ortskern hinweg war das Motto präsent. Genau das mache den Markt auch so besonders: „Die Händler leben das Motto. Alle geben sich viel Mühe, darauf sind wir besonders stolz“, sagte City-Managerin Backhausen. „Wir haben sehr viele Familien mit Kindern gesehen“, berichtete sie außerdem: „Das zeigt uns, dass wir mit unserem Begleitprogramm die richtige Wahl getroffen haben.“

Eine Aktion für die jungen Besucher waren die Märchenfiguren, die über den Markt liefen und die Kinder verzauberten. Außerdem war ein Kinderkarussell aufgebaut, der Sportverein ASV Süchteln bot kostenlos Dosenwerfen an.

Auch die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten, so  etwa Detlef Nicola und seine Begleitung: „Es ist zwar kein großer Weihnachtsmarkt, dafür aber ein sehr schöner.“ Die 2G-Regelung fanden die beiden angebracht: „In der heutigen Zeit ist das vollkommen in Ordnung und richtig.“