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So kann Niederkrüchten Touristenziel werden

Wirtschaft und Tourismus in Niederkrüchten : So kann Niederkrüchten Touristenziel werden

Frank Grusen ist der neue Mann für Wirtschaftsföderung, Tourismus und Kultur in Niederkrüchten.

Herr Grusen, wie viel Niederkrüchten haben  Sie in den ersten zwei Wochen schon kennengelernt?

Frank Grusen Ich bin dabei, erste  Kontakte zu knüpfen, habe verschiedene Veranstaltungen besuchen können. Zunächst habe ich einige der Campingplätze und Unternehmen in Niederkrüchten besucht und mich dort vorgestellt. Ich wollte und will wissen, was die Menschen bewegt und wie ich Ihnen als Wirtschaftsförderer helfen kann.

Was wird zu Ihren ersten Aufgaben gehören?

Grusen Das Leerstandsmanagement.  Dazu möchte ich mir eine Übersicht verschaffen über die verfügbaren Gewerbeimmobilien, Ladenlokale und Grundstücke. So kann ich Anfragen konkret beantworten und Kontakte vermitteln.

Thema Einzelhandel: Wie könnte Niederkrüchten da attraktiver werden?

Grusen Mit dem Thema Einzelhandel habe ich mich auch in Neukirchen-Vlyn beschäftigt. Dort war die Situation insofern vergleichbar, als dass es dort auch mehrere Ortskerne gab. Hier muss man fragen: ,Was ist möglich?’ Zentrale Fragen sind dabei die Sicherung der Nahversorgung und die Unterstützung der lokalen Einzelhändler etwa im Wettbewerb mit dem Online-Versandhandel. Bei der Nahversorgung ist Niederkrüchten vergleichbar gut aufgestellt. Den Einzelhändlern können Aktionen wie das ,Heimat shoppen’ helfen. Ein weiteres wichtiges Thema ist der Tourismus. Wenn Menschen nach Niederkrüchten kommen, übernachten sie, kaufen ein, besuchen Restaurants. Sie sollten die für sie wichtigen Informationen finden, etwa auf der Website der Gemeinde Niederkrüchten. Aber auch gedruckte Informationen sind  heute noch sehr wichtig.

Warum sind Wohnmobiltouristen eine interessante Zielgruppe?

Grusen Nicht jede Kommune kann  ein derart interessantes Angebot vorweisen wie Niederkrüchten. Viele Kommunen haben etwa einen Stellplatz für einige wenige Wohnmobile. Niederkrüchten könnte mit seinen zehn Campingplätzen auch bei Wohnmbiltouristen punkten. Denn das Interesse ist sehr groß. Camper nutzen ja nicht nur ihren Wohnwagen oder ihr Reisemobil, sie kaufen auch ein oder gehen essen. Auch gemeinsam mit Niederrhein Tourismus kann man diese Zielgruppe gezielt ansprechen.

Sehen Sie  Potentiale für Reiter?

Grusen In Niederkrüchten gibt es rund 500 Einstaller. Für Pferdebesitzer und -sportler  könnte man sicherlich noch mehr tun. Das könnte für Niederkrüchten, wie auch Bürgermeister Kalle Wassong meint, ein Alleinstellungsmerkmal werden. Ähnlich wie gezielt für den Urlaub mit dem Rad geworben wird, könnte man dies auch für den Urlaub mit dem Pferd.

Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Entwicklung des früheren britischen Militärgeländes?

Grusen Das ist das große Zukunftsthema - nicht nur für Niederkrüchten. Die Entwicklung des Geländes wird auch Auswirkungen auf Wohnen, Tourismus und Gastronomie sowie vielfach auf Niederkrüchten und die Region haben. All das müssen wir auf dem Schirm haben. Die Entwicklung der Fläche wird die Unternehmenslandschaft und auch den Wohnort Niederkrüchten nachhaltig positiv voranbringen.

(busch-)