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So hilft die Feuerwehr Schwalmtal bei Corona-Maßnahmen

Ehrenamt in Schwalmtal : So hilft Schwalmtals Wehr bei Corona-Maßnahmen

Der Wehrführer arbeitete im Krisenstab mit. Trotz Corona sei die Freiwillige Feuerwehr jederzeit einsatzbereit gewesen. Das sei der frühzeitigen Planung und Festlegung von Maßnahmen zu verdanken.

Videokonferenzen mit den Löschzugführern, Quartalssitzungen, die Einführung der App für das Verfügbarkeitssystem „Divera“ auch in Amern, die Unsicherheit, ob der in Italien gebaute Strom-Anhänger  geliefert werden kann – bei der Schwalmtaler Wehr ist viel los. „Die App hat so viele Vorteile und das hat nichts mit Kontrolle zu tun“, erklärt Wehrleiter Dirk Neikes. Über einen Monitor in der Wache werde etwa angezeigt, wie weit die nächste Führungskraft vom Einsatz entfernt ist, Fahrhinweise werden gegeben. Je nachdem, wie viele Feuerwehrleute sich einsatzbereit melden, wird entschieden, ob noch ein Zug zum Einsatz nachgemeldet werden muss.

Trotz Corona sei die Freiwillige Feuerwehr laut Neikes jederzeit einsatzbereit gewesen. Das sei der frühzeitigen Planung und Festlegung von Maßnahmen zu verdanken. Jeden Montag haben sich die Mitglieder des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Gemeinde ausgetauscht, auch Dirk Neikes war dabei: „Häufig haben wir Maßnahmen beschlossen, die dann erst landesweit herausgegeben wurden.“ Jedes Feuerwehrmitglied habe per E-Mail einen Pandemie-Plan erhalten. Neikes dankte  Sascha Strötges, der  zu Beginn der Pandemie die Feuerwehrmitglieder mit 4000 Mund-Nasen-Masken versorgte. „Bei Einsätzen waren wir bestmöglich geschützt“, sagt er und dankte auch allen Feuerwehrleuten für ihre Disziplin seit März.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Versammlung abgesagt werden. Sie soll 2021 nachgeholt werden.  Die Übergabe der Lehrgangsbescheinigungen, die Beförderungen und die Ehrungen  haben einen feierlichen Rahmen verdient, „um die Zeit und das Herzblut, das die Mitglieder in die Feuerwehr investieren, zu würdigen“, waren sich Neikes und  Bürgermeister Michael Pesch (CDU) einig. Doch dies war unmöglich. So trafen sich die Löschzüge Amern, Hehler und Waldniel jeweils vor ihrer Wache.

Der erwartete Fahrzeuganhänger soll bald kommen, die italienische Firma hatte coronabedingt geschlossen. Ein Arbeitskreis hat sich um die Ausstattung des neuen TLF 4000 für Waldniel Gedanken gemacht. „Das wird groß: 3,50 Meter hoch, neun Meter lang, es passt aber in die Waldnieler Wache“, so Neikes.

(bigi)