1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

So helfen Menschen dem Tierpark in Brüggen

Engagement in Brüggen : So helfen Menschen dem Tierpark in Brüggen

Eine Poster-Aktionen und zahlreiche Spenden: Viele Menschen denken auch während der schweren Zeit der Schließung an die beliebte Freizeiteinrichtung. Der Betreiber-Familie fehlen jetzt die Einnahmen.

Erdmännchen, Kängeruh und Schaf sind nur drei Tiere auf dem neuen Poster, das Martina Mankowski, Fotografin von Niederrhein Pix, für den Natur- und Tierpark entworfen hat. In einer limitierten Edition von 50 Stück fertigte die Fotografin eine Collage mit den freundlich bis niedlich guckenden Bewohnern des  Tierparks in Brüggen an. Diese konnten am Samstag zum Stückpreis von fünf Euro erworben werden. „Eine zweite Edition mit einem anderen Motiv wird am Samstag im Tierpark verkauft“, kündigt Mankowski an.

Für die Tierpark-Inhaber Helga und Stefan Kerren ist die Schließung hart. „Wir finanzieren uns zu hundert Prozent durch die Besucher“, sagt Stephan Kerren. Allein für die Lohnkosten würden pro Monat 30.000 Euro fällig, die unterschiedlichen Futtersorten kosten rund 2000 Euro. „Pro Woche brauchen wir allein eine Tonne Heu“, sagt der Tierpark-Chef. Rund 250 Tiere leben zurzeit auf dem Gelände. Und es werden durch die Schließung nicht weniger. „Natürlich werden wir keine Tiere schlachten“, kommentiert Kerren Überlegungen von Zoos und Tierparks, die etwa Nutztiere an Raubtiere verfüttern wollen. Bisher komme man leidlich über die Runden.

  • Bei den Alpakas gibt es weiteren
    Neues Infektionsschutzgesetz des Bundes : Was jetzt für Besucher im Tierpark Brüggen gilt
  • Neue Gruppe, neue Anlage : Die Klever Erdmännchen ziehen um
  • Foto: M. Baers
    Aufbruchstimmung im Tiergarten : Klever Erdmännchen bekommen ein neues Gehege

„Wir freuen uns, dass uns so viele Menschen unterstützen“, sagt er. Dass die Menschen den Tierpark nicht vergessen, sei ihm das Wichtigste. Es habe einige Spenden gegeben. Auch die Poster-Aktion trage dazu bei, den Tierpark und seine Bewohner im Gedächtnis zu halten. Außerdem wurden bereits einige Jahreskarten verkauft. „Die Jahreskarten werden gut angenommen“, erläutert Kerren. Immer samstags können die Karten im Park erworben werden, auch Fragen werden beantwortet. Die häufigste Frage ist die nach der Gültigkeitsdauer. „Da der Park geschlossen ist, werden wir die Gültigkeit der Jahreskarten um zwei Monate verlängern“, so der Tierpark-Chef.

Die Betreiber-Familie hofft jetzt, bald wieder öffnen zu können. „Leider sind die Regelungen in jedem Bundesland anders. In Berlin und Rheinland-Pfalz gibt es bereits Öffnungen“, sagt Kerren. Er hoffe, dass die Besucher am Brüggener Gelände bald wieder zu den Alpakas, Erdmännchen, Kängeruhs und Ziegen gehen können. Zur Erinnerung helfen solange die Tierpark-Poster.

(busch-)