Seniorenwohnungen der Stiftung Theresienheim am Kampweg in Viersen-Dülken sind fertig

Seniorenwohnungen in Viersen : Alle 19 Seniorenwohnungen sind fertig

Die Stiftung Theresienheim hat am Kampweg zwei Häuser mit öffentlich geförderten Seniorenwohnungen bauen lassen. Eins ist bereits bewohnt, das zweite ist jetzt fertig. Mieter zu finden, gestaltet sich dabei schwieriger als gedacht.

Noch sind die Klingelschilder neben der Eingangstür blank. Doch es dauert nicht mehr lange, bis ein paar Nachnamen aufgedruckt werden: „Die ersten Mieter sollen zum 1. Dezember einziehen“, sagt Josef Heinemann, Vorsitzender der Dülkener Stiftung Theresienheim. Zwei Häuser mit insgesamt 19 Seniorenwohnung hat die Stiftung, öffentlich gefördert, innerhalb der vergangenen zwei Jahre am Kampweg bauen lassen. Jetzt steht das Projekt kurz vor dem Abschluss – deutlich später als geplant.

Im Oktober 2017 hatte die Stiftung Theresienheim zum Spatenstich in den Dülkener Norden eingeladen. Heinemann kündigte damals an, dass am Kampweg 71 und 73 bis zum Spätherbst 2018 günstiger Wohnraum für Senioren entstehen werde. „Aber dann hat sich das alles verzögert“, erzählt er jetzt. So habe etwa das Genehmigungsverfahren für den Brandschutz länger gedauert als geplant. „Und im Sommer 2018 hatten wir auch Probleme wegen der Hitze“, ergänzt er. Da sei Estrich gerissen, es sei an manchen Tagen auf der Baustelle zu heiß zum arbeiten gewesen. „Im Mai 2019 war das Haus am Kampweg 73 fertig, die ersten Mieter zogen im Juni ein“, sagt Heinemann. Mittlerweile seien alle elf Wohnungen dort an jeweils ein bis zwei Senioren vermietet. Da die Wohnungen öffentlich gefördert sind, benötigen die Bewohner einen Wohnberechtigungsschein.

Rund drei Millionen Euro habe das Bauprojekt gekostet, ungefähr die Hälfte davon finanziere die Stiftung mit Eigenmitteln, berichtet Heinemann. Womit der Stiftungsvorsitzende nicht gerechnet hatte: Interessenten für die Wohnung zu finden, sei nicht leicht gewesen, erzählt er. Eigentlich war angedacht, dass die Mieter mindestens 65 Jahre alt sein sollten. „Aber wir haben das dann auf 55 Jahre nach unten korrigiert, weil wir Belegungsprobleme hatten.“ Die Stadt Viersen habe zwar ein Erstbelegungsrecht bei öffentlich geförderten Wohnungen, doch die Stiftung habe letztendlich mehrere Anzeigen geschaltet, um für alle Wohnungen Mieter zu finden.

Aufzüge, elektrische Rollläden, Barrierefreiheit: „Wir haben darauf geachtet, dass wir unseren Mietern einen gehobenen Standard bieten können“, betont Heinemann. „Die Mieten sind relativ preiswert, die Nebenkosten erschwinglich.“ Die Spanne reiche von 426 Euro Warmmiete für die 52-Quadratmeter-Wohnung bis 537,40 Euro Warmmiete für die knapp 70 Quadratmeter große Wohnung. Die Kaltmiete liegt bei 5,25 Euro pro Quadratmeter.

Noch fehlen Namen auf den Klingel- und Briefkastenschildern neben der Haustür. Im Dezember sollen die ersten Mieter am Kampweg 71 einziehen. Foto: Nadine Fischer

In einem ersten Bauabschnitt hatte die Stiftung das Haus am Kampweg 73 fertigstellen lassen, „leicht zeitversetzt“ folgte das Haus am Kampweg 71, sagt Heinemann. „Das ist jetzt bezugsfertig“, ergänzt er. Ein Interessent habe auch schon gefragt, ob er zum 1. November einziehen könne. „Aber wir warten noch“. Denn sobald auch nur eine Wohnung im Haus bewohnt sei, müssten in allen Wohnungen die Wasserleitungen regelmäßig durchgespült werden um die Bildung von Legionellen – im Wasser lebenden Bakterien – zu vermeiden. Und das sei jetzt einfach zu aufwendig. Ab dem 1. Dezember seien dafür dann aber gleich mehrere Wohnungen belegt, ergänzt Heinemann.