Sechs Kostbarkeiten beim Tag des offenen Denkmals in Viersen zu besichtigen

Tag des offenen Denkmals : Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, 8. September, öffnen die Besitzer von einem halben Dutzend Denkmälern in Viersen von 13 bis 17 Uhr ihre Türen für Besucher. Wir haben schon mal geguckt.

Ein besonderer

Auftakt

Künstlerin, Philosophin und Chefredakteur – mit einem Gespräch zu neuen Kunst- und Baustilen startet der Tag des offenen Denkmals in der Villa V.

Im Bauhaus-Denkmal Villa V, Burgstraße 4, von Gerda-Marie Voß (rechts) wird der Tag des offenen Denkmals eröffnet. Um 11 Uhr hält dort Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff einen Vortrag. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

Eine 15 Meter lange, schlicht gehaltene Front, direkt bis an den Gehweg gebaut. Wer vor der Burgstraße 4 steht, kann nicht erahnen, welches Schmankerl sich hinter den verklinkerten Mauern verbirgt. Im Bauhaustil von Bernhard Pfau im Jahr 1932 realisiert und einst der Wohnsitz von Walter Kaiser, dann von den Alliierten eingenommen und schließlich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilien, wurde es vor einigen Jahren nicht nur das Daheim der Innenarchitektin Gerda-Marie Voß, sondern auch gleichzeitig ein Ausstellungsort. Voß, die das Haus kaufte, beherbergte schon unzählige Ausstellungen und Events in den Räumen und bietet einmal im Monat ein Kulturkabinett in ihrem Heim an. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch am Tag des offenen Denkmals zum wiederholten Mal mit der Stadt Viersen zusammengearbeitet wird. Um 11 Uhr startet Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff an der Burgstraße 4 mit einer Einführung in das Thema des Denkmaltages, das in diesem Jahr „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet. Dem schließt sich die Frage „Revolutionäre Ideen oder technische Fortschritte – wie führen diese Umbrüche zu neuen Kunst- oder Baustilen?“ an. Antworten auf diese Frage suchen drei bekannte Persönlichkeiten. Die Berliner Künstlerin Eva Koethen, die auch schon in der Villa V. ausstellte, gehört zusammen mit Philosophin Antje Kapust von der Ruhr-Universität Bochum und Siegfried Reusch, Chefredakteur des philosophischen Verlags „Blauer Reiter“, zu den Gesprächspartnern des Vormittags. Im Rahmen der Gesprächsrunde können die Besucher indes nicht nur das Haus selber ein stückweit kennenlernen, sondern auch den rund 2000 Quadratmeter großen Garten, zu dem unter anderem ein alter Bergahorn gehört. Ein besonderer Auftakt zum Tag des offenen Denkmals.

Ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch

Der Lemmejanshof geht auf das 16. Jahrhundert zurück und erzählt Viersener Geschichte.

Offene Wände, die den Blick auf Lehmputz und gemauerte Gefache freigeben. Komplett fehlende Wandstücke. Ein Dach, das wie ein Gerippe wirkt. Wer vor dem Lemmejanshof steht, kann sich kaum vorstellen, dass dieses Haus – eines der ältesten von Viersen –, wieder in Ordnung gebracht werden kann. Und doch haben die Arbeiten angefangen. Ein gigantischer Wetterschirm steht über dem Haus und schützt es, bis die Dacharbeiten abgeschlossen sind. „Die einstige Hofanlage ist wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch. Hier spiegeln sich mehrere Zeitepochen wider, die man am Gebäude ablesen kann“, sagt Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff. „Es sind verschiedene Bauzeiten erkennbar. Das Haus ist eine Sensation.“ Die schwarzen Eichenbalken in der hohen Halle erzählen von der Entstehungsgeschichte des Hofes. Es handelt sich um ein sogenanntes Rauchhaus. Eine offene Feuerstelle brannte einst, und der Ruß schwärzte die Balken im Laufe der Jahre. Vermutlich wurde das Haus im 16. Jahrhundert erbaut. Das Gebäude ist zudem ein seltenes Zeugnis vom Übergang vom Rauchhaus zum Wohnstallhaus. Die Mauern des alten Doppelkamins sind ebenso erhalten. Sie bilden gleichzeitig einen Teil der Wand, die Futterdeele und Wohnküche voneinander trennt. Im 18. Jahrhundert wurde das Stallende indes um ein Fach verkürzt. Nachträglich verändert ist auch der hintere Giebel, der früher offenbar abgewalmt war. Mit einem steilen Fachwerkdreieck versehen, wie es im 17. und 18. Jahrhundert üblich war, zeigt er einen weiteren Bauabschnitt des Hofes. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Bau eines neuen Kamins in der hohen Futterdeele. „Die Bauforschung des LVR für Denkmalpflege hat unzählige Messungen und Fotos gemacht. Wir warten derzeit auf die Ergebnisse“, sagt Westerhoff. Vieles ist aber jetzt schon erkennbar. „Die Einsenkung der Ständer deutet auf einen früheren Keller“, sagt der betreuende Architekt Martin Breidenbach. Auf der anderen Seite existiert hingegen ein gemauerter Gewölbekeller. Die Trauf-Seiten erzählen, dass sie im Spätbarock oder der Frühen Neuzeit ersetzt wurden. Der sich im Besitz von Peter Overlack befindliche Hof wird komplett mit alten Techniken restauriert.

Der Luftschutzkeller

Den Wandel vom Rauchhaus zum Wohnstallhaus mit doppelseitigem Kamin erkennen Gäste auf dem Lemmejanshof an der Brasselstraße 110 leicht. Geführte Besichtigungen um 14.30 und 16.15 Uhr. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

unterm Kratzenbau

Im historischen Ambiente vom Kratzenbau der ehemaligen Baumwollspinnerei Goeters geht es modern zu.

  68 Meter lang, neun Meter breit und 4,2 Meter hoch, mit diesen Maßen präsentiert sich der Kratzenbau der ehemaligen Baumwollspinnerei Goeters an der Ringstraße 7. Wo einst die Baumwollverarbeitung, das sogenannte Kratzen, lief, ist heute das Unternehmen Niehues Bäder Heizung Wasser zu Hause. Wobei es Angela und Rainer Niehues perfekt gelungen ist, die moderne Badwelt im 500 Quadratmeter großen historischen Gebäude aus dem Jahre 1932 in Szene zu setzen. Es gibt im Inneren immer wieder Stellen im Mauerwerk, die so belassen wurden, wie sie einst waren. Ins Auge springt dabei sofort die alte Luftschutzbunkertür, die das Ehepaar aus dem Keller demontierte und die nun als Tür für das Kunden-WC dient. Wer diese Metalltür öffnet, staunt noch mehr. Hightech-Badeinrichtung trifft auf eine Original-Wand mit der alten Löschleitung. Die alten Sprossenfenster, jedes 2,50 x 2,50 Meter groß, wurden komplett erhalten. Dem Wärmeschutz wird mit doppelverglasten Fenstern Rechnung getragen, die von innen vor die Altfenster gesetzt wurden. Der Ausblick zum Innenhof der Fabrik wird durch den eckig gemauerten Kamin bestimmt, der mehr als 20 Meter hoch in den Himmel ragt. „Der gesamte Komplex vereint drei Bauphasen in sich. Die Ursprungsgebäude gehen auf das Jahr 1866 zurück. Es folgten die entsprechenden Erweiterungen bis ins Jahr 1932“, sagt Denkmalpflegerin Westerhoff. Wenn es hinab in den Keller geht, wird Geschichte lebendig: Es handelt sich um einen alten Luftschutzkeller. Abgeschrammte Metalltüren mit kleinen runden Gucklöchern und langen Riegeln zum Verschließen der Türen lassen Gänsehaut aufkommen. „Befehlsstelle“, geschrieben in der früheren Deutschen Druckschrift, heißt es an einer der hinteren Türen. Der dazugehörige Raum weist noch holzeingerahmte Durchreichen mit Schiebetüren auf, durch die einst Anweisungen ausgegeben wurden. Das frühere Lüftungssystem mit seinen Schächten ist zu sehen, und selbst die alte Gasleitung hängt noch. Wenngleich sie heute als Rohr für die EDV-Verkabelung genutzt wird. Ein Hingucker sind die sanitären Anlagen des Luftschutzkellers mit ihren beigefarbenen Kachelsteinen. Rainer Niehues erneuerte lediglich die sanitären Anlagen, der Rest blieb in seiner Ursprungsform erhalten.

Ein Musikgeschäft

Franz Röhlen, Färbereibesitzer in Dülken, ließ für seine Tochter ein Haus an der Viersener Straße 13 errichten. Das Treppenhaus fasziniert in seiner Größe und Ausstattung. Auf dem Bild: die Käufer Britta Lingens und Gabriel Vealle. Geführte Besichtigungen um 14.30 und 15.45 Uhr. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

am Hühnermarkt

Fritz Fremerey hat es errichtet, Heinz Luhnen hat darin gelebt – das Haus am Hühnermarkt hat nicht nur eine architektonische Geschichte.

  Von außen wirkt das Haus am Hühnermarkt 16 auf den ersten Blick eher unscheinbar. Eine schlichte Putzfassade über drei Stockwerke, die nicht erahnen lässt, was sich dahinter verbirgt. Einmal eingetreten, wandelt sich das Bild allerdings. Alte Holztüren mit Glaseinsätzen, dreieckige Oberlichter über Türen und eine Treppe mit einem ungewöhnlichen Auslauf, die in einer leichten Wendelung nach oben führt. Die folgenden Etagen überraschen mit einem sakralen Gewölbe im Flur und Rundbögen in den Zimmern, die an 1000 und eine Nacht erinnern. Es gibt einen angedeuteten Alkoven, kleine Zimmer über Eck angelegt und einen eigens angebauten Außenkühlschrank. Alte Holzfußböden erzählen Geschichte und im Dachgeschoss überkommt den Besucher das Gefühl in einem umgedrehten Schiff zu stehen. Es handelt sich nämlich um ein Zeppelindach – und ein solches ist gewölbt. „Es ist schon ein architektonisches Schätzchen“, sagt Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff. Es wartet allerdings noch viel Arbeit auf den neuen Besitzer Ulf Schröders, denn an dem architektonisch wertvollen Haus muss einiges wieder instand gesetzt werden. Das Gebäude hat aber nicht nur eine interessante Architektur von Fritz Fremerey, der das Haus am Hühnermarkt 1926 im Auftrag der Kaufmannsfamilie Clemens erbaute. Einige Jahre später zog Heinz Luhnen in das Haus. Im Erdgeschoss siedelte er sein Musikgeschäft an, in den weiteren Räumen lebte er mit seiner Familie. Luhnen, der 1962 starb, war aber nicht nur einfach ein Dülkener. Er ist derjenige, der die Hymne „Gloria Tibi Dülken“ schrieb. Der musikalische Mann, der mit 15 Jahren erblindete, war Komponist und Heimatdichter. In diesem Jahr wäre er 125 Jahre alt geworden, daher beherbergt sein ehemaliges Wohnhaus derzeit eine besondere Ausstellung. Das Ehepaar Conny und Peter Ringendahl hat im Erdgeschoss das Musikgeschäft des Dülkeners wieder zum Leben erweckt. Da steht ein Klavier, es gibt eine Ladentheke mit einer alten Kasse und die Schreibmaschine mit dem eingespannten Blatt Papier und dem Weinglas samt danebenstehender Flasche erweckt den Eindruck, dass Luhnen jeden Augenblick aus der Tür treten könnte und sich ans Dichten machen könnte.

Das Treppenhaus

Der sogenannte Kratzenbau der Spinnerei C. H. Goeters ist ein gelungenes Beispiel für den Backsteinexpressionismus in Viersen. Rainer und Angela Niehues betreiben in dem Denkmal ein Badgeschäft. Geführte Besichtigungen um 17 Uhr und 17.30 Uhr. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

der Superlative

Ein Schmuckstück aus dem Jahr 1910/11 ist das Haus an der Viersener Straße 13 in Dülken.

Die Pilasterrahmung des Hauseingangs und die beiden Buntfenster im Oberlicht des Eingangs fallen ins Auge, sobald der Besucher den kleinen Vorgarten an der Viersener Straße 13 betritt. Sie bereiten aber in keiner Weise darauf vor, was einen erwartet, wenn es ins Haus hinein geht. Buntes Licht fällt in eine Halle von gigantischen Ausmaßen, was dem 2 x 4 Meter großen Buntglasfenster zuzuschreiben ist, das sich hoch oben im Dach befindet. Der freie Blick nach oben ist einmalig. An den Wänden ranken sich die Treppen hoch, was an einen Harry-Potter-Film erinnert. Dunkles Eichenholz bestimmt das Bild und verleiht dem Ganzen eine ungeheure Eleganz. Halbhohe reliefierte Wandvertäfelungen wechseln sich mit ebenso dunklen Linkrustaverkleidungen ab. Auf den Eckpfosten der Treppen thronen fest montierte schmiedeeiserne Lampenaufsätze. Zweifarbige Marmorsteine bestimmen den Bodenbelag des Flures. Marmor ist auch das Material des Trinkbeckens, das auf Säulen und mit einem maskenähnlichen Löwenkopf versehen, eine dem Treppenaufgang gegenüberliegende Wand ziert. „Als wir das Haus zum ersten Mal betraten und das Treppenhaus sahen, war es um uns geschehen. Wir haben uns in das Haus verliebt“, beschreiben Britta Lingens und Gabriel Vealle ihre erste Begegnung. Sie kauften das Gebäude mit dem Treppenhaus, in dem ohne Probleme ein weiteres Haus Platz finden würde. Es gibt aber weitere Besonderheiten, die der früheren Nutzung geschuldet sind. Dort wurde nämlich gearbeitet und gelebt. Frank Röhlen ließ das Haus 1910/11 für seine Tochter und deren Mann Wilhelm Philipp bauen. Philipp war der erste approbierte Zahnarzt in Dülken. Daher kam es zu der Errichtung einer Arztpraxis im Erd- und Kellergeschoss mit Behandlungszimmer, Wartebereich und Labor. Eine zusätzliche Treppe verband die beiden Geschosse. Ein zusätzlicher Hingucker ist der Wintergarten. Eine durchfensterte Flügeltür verbindet ihn mit dem übrigen Haus. Der Wintergarten besticht mit seinen bleiverglasten Fenstern, die von floralen Mustern durchzogen sind. Bleiverglast geht es auch in der ersten Etage in Richtung Straßenseite zu. Ein prächtiges Wappen bestimmt das Fenster. Dazu kommen verschiedene Motive von der Lilie angefangen bis hin zu Menschen in Trachten. Die vielen unterschiedlichen Kamine im Haus sind indes nicht minder interessant.

Das Offene

Die „Reform des Irrenwesens“ 1897 hatte Einfluss auf die Architektur. Der Landhausstil hielt Einzug. Gerd-Friedrich Prinz von Preußen macht aus den Gebäuden 5 und 7 auf dem LVR-Gelände, Johannisstraße 96a, Mehrfamilienhäuser. Geführte Besichtigungen um 15.15 und 17 Uhr. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

Landhaus der Frauen

Vom „Lost Place“ zum exquisiten Wohngebäude wird sich das Haus Fünf auf dem Gelände der LVR Klinik Viersen verwandeln.

  Im Jahr 1906 öffnete die „Heil- und Pflegeanstalt Johannisthal“ ihre Türen. Damit begann eine Ära, die noch andert. Die LVR-Klinik Viersen ist nach wie vor im Johannisthal anzutreffen, wobei der südliche Teilbereich der Anlage zu Teilen nach und nach eine andere Nutzung erhält. Das betrifft auch das Haus Fünf. Das einstige Offene Landhaus der Heil- und Pflegeanstalt für erkrankte Frauen steht schon seit langem leer. Zuletzt lebten in dem roten Backsteinhaus mit seinen weißen Putzflächen und der etwas verschachtelten Dachlandschaft Patienten einer Wohngruppe. Die in bunten Farben an die Wald gemalte Hausordnung mit Aussagen wie „8.15 Uhr Küchen- und Haushaltsarbeiten“ oder „15.30 Uhr Kaffeerunde“ erinnern ebenso an die ehemalige Nutzung wie der Schrank, an dem noch das Schild „Kleiderschrank Michael K.“ klebt. Die Räume mit ihren hohen Decken, den gewaltigen Holztüren und den runden Fenstern mit den Sprossenunterteilungen erzählen von der einstigen Bauweise aus den Jahren 1904 bis 1906. „Alles hat einen herrschaftlichen Charakter“, sagt Ellen Westerhoff von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Viersen. Diesen Charakter wird das Haus auch zukünftig behalten, allerdings in einer sanierten Form. Aus dem Offenen Landhaus entsteht ein Wohnkomplex im Landhausstil mit insgesamt zehn Eigentumswohnungen, die zwischen 80 und 100 Quadratmeter groß werden sollen. „Denkmäler sind meine private Leidenschaft. Sie in ihrer Schönheit zu erhalten und ihnen dabei eine neue Nutzung zu geben, liegt mir besonders am Herzen“, sagt Gert-Friedrich Prinz von Preußen, Geschäftsführer von Treuplan. Er ist dafür mitverantwortlich, dass auf dem LVR-Gelände die „Parkresidenz Süchtelner Höhen“ ins Leben gerufen wird. Auch in dem sich in direkter Nachbarschaft befindlichem Gebäude Haus Sieben entstehen zehn Eigentumswohnungen. „Wir bauen so barrierearm, wie es dem Denkmalschutz geschuldet ist“, sagt von Preußen. Einem Haus, das derzeit an einen „Lost Place“ erinnert, wird so wieder Leben eingehaucht. Das Haus Nummer Fünf behält bei allen Modernisierungen seinen Charakter, angefangen von den neuen Holzfenstern, die in genau der gleichen Form und Farbe eingebaut werden, wie sie jetzt sind. Und den geplanten Balkonen wird man es nicht ansehen, dass sie ein Produkt der Neuzeit sind.

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