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Schwalmtals entlaufenes Kängeru war auch beim Umzug in Lüttelforst dabei

Umzug in Schwalmtal Lüttelforst : Schwalmtals entlaufenes Kängeru war auch beim Umzug dabei

Ein entlaufenes Kängeru und ein Badezimmer brachten Bewegung in den Lüttelforster Karnevalszug.

(bigi) Rund 70 Teilnehmer bildeten den kleinen Karnevalszug in Lüttelforst, der seit 42 Jahren immer am Nelkensamstag zieht. Im Bauerncafé Bolten wird stets eine Pause bei kalten und warmen Getränken sowie deftigen Würstchen eingelegt, bevor alle  zur Party für Jedermann in das Pfarrheim ziehen. Erstmals dabei war eine Truppe Weihnachtsmänner und -frauen, die demnächst aus der Landjugend Waldniel ausscheiden. Bei den „Lüttelforest“ trifft man neben anderen Waldtieren und Bäumen auf das entlaufene Känguru, das sich aber auch hier nicht einfangen lassen wollte. „Naturverbunden und jeck, das sind wir“, sagen die Gruppenmitglieder; der Lüttelforster Wald sei allen sehr wichtig. „Leinen los und Sorgen über Bord; Beim  „Traumschiff Lüttelforst“ gehörten ein Dutzend Kapitäne, Bootsmänner und -frauen  zur Mannschaft. Affe „Michael“ zierte als Gallionsfigur das Traumschiff, sie ist  seit 30 Jahren stets dabei. Kapitän Werner Palmen sauste auf einem Tretroller den Zug entlang. Meister Proper, ein WC mit Haufen, eine wandelnde Dusche und Warmduscher bildeten die Gruppe „Badezimmer“. Nachdem eine Teilnehmerin in der Dusche gestürzt war, entstand die Idee, als wandelnde Dusche mitzuziehen. „Ein wenig Galgenhumor muss sein“, sagte sie lachend. Auf ihrem Rücken  das Schild: „Vor dem Duschen oder Knochen brechen erst die Fachfrau sprechen!“

Auch in Lüttelforst wurde das jecke Brauchtum mit politischen Botschaften verknüpft. Eine Gruppe Bienen war mit zwei kleinen Bauern unterwegs. „Wir wollen unser Land beschützen“, sagten sie. Auf einem Bollerwagen befindet sich ein Fass „Glyphosat“, aus dem langsam eine grüne Flüssigkeit tropft.

(bigi)