Schwalmtal: Schwalmtal will E-Mobilität in der Gemeinde fördern

Schwalmtal: Schwalmtal will E-Mobilität in der Gemeinde fördern

Beim Autokauf soll geprüft werden, ob ein Elektroauto in Frage kommt. Auch ein Ladesäulen-Konzept wird diskutiert

Die Gemeinde Schwalmtal will mithilfe von Fördermitteln ein Elektrofahrzeug als Dienstwagen für die Botenmeisterei anschaffen. Es soll den bislang genutzten Dacia von 2014 ablösen. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit rund 35.000 Euro, die aber nur dann ausgegeben werden sollen, wenn es eine Förderzusage für rund 40 Prozent der Kosten vom Land gibt. Das hat der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen. Das letzte Wort hat heute Abend der Rat.

Grundlage für die Entscheidung war ein Antrag, den die SPD-Fraktion im September 2017 gestellt hatte. Die Sozialdemokraten hatten beantragt, dass die Gemeinde vor jedem Fahrzeugkauf prüfen solle, ob ein Elektrofahrzeug in Frage käme. Das solle auch für die Schwalmtalwerke gelten. Daneben schlug die SPD vor, die Verwaltung zu beauftragen, mit den Schwalmtalwerken und weiteren Partnern ein Ausbaukonzept für Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes zu erarbeiten.

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In der Sitzung stellte ein Vertreter der niederländischen Firma Ecotap, die Ladesäulen baut und betreut, das System vor. Laut Verwaltung werden auch Gespräche mit weiteren Anbietern geführt, weitere Vorträge sollen folgen. Derzeit werde an der Ladesäule an der Gartenstraße in Waldniel Strom verschenkt, erklärte Planungsamtsleiter Bernd Gather: "Es gibt die Möglichkeit, Ladesäulen wirtschaftlich zu betreiben. Das muss nicht auf Kosten der Gemeinde sein." Die Förderquoten seien "exorbitant", stimmte Jürgen Heinen (Grüne) zu. Er riet, ein Konzept für Ladesäulen zu erarbeiten, "so lange noch was im Töpfchen ist". Hans-Dieter Heinrichs (FDP) erklärte für seine Fraktion, nicht zuzustimmen. Man dürfe nicht vergessen, dass der Strom nicht ökologisch erzeugt werde. Auch könnten die Akkumulatoren "in ihrer Lebenszeit den Nachteil des Diesels nicht aufwiegen".

(biro)