Schwalmtal soll moderne Lampen erhalten

Schwalmtal : Moderne Leuchten für Schwalmtal

Innerhalb eines Jahres will die Gemeindeverwaltung ein Beleuchtungskonzept erarbeiten. Das ist gar nicht so einfach. Denn die Beleuchtung ist alt und es gibt 34 unterschiedliche Lampentypen. Doch das soll sich ändern.

Schwalmtals Laternen sind in die Jahre gekommen. „Sie sind teilweise so alt, dass die Beschaffung und die Vorhaltung von Ersatzteilen schwierig geworden ist“, sagt Gregor Küppers von der Verwaltung. Doch das ist nicht das einzige Problem: Bei den insgesamt 2600 Lampen im Gemeindegebiet gibt es 34 verschiedene Typen. Ein markantes Beispiel, das jeder Besucher von Schwalmtal-Waldniel kennt: die Ambienteleuchten. Die Vielfalt der Typen hat zur Folge, dass zahlreiche unterschiedliche Ersatzteile bereitgehalten werden, wenn es einen Defekt gibt. Langfristig plant die Gemeinde deshalb, das Leuchtennetz zu modernisieren und auf LED-Technik umzurüsten.

Ein Austausch funktioniert zurzeit nicht immer derart schnell wie wünschenswert, wie Bernd Garther, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Michael Pesch (CDU), am Beispiel Marktplatz in Waldniel erklärt: „Für die Beleuchtung dort gibt es keine Ersatzteile mehr.“ Bei einem Defekt müssten die notwendigen Komponenten aus anderen Lampen abgebaut werden. Jürgen Heinen, Fraktionsvorsitzender der Schwalmtaler Bündnisgrünen, hatte in der jüngsten Planungsausschuss-Sitzung kritisiert, dass „ein Drittel der Lampen am Markt ausgefallen ist“. Für ihn ist das „unerträglich“.

Innerhalb einer Woche hat die Verwaltung wieder für komplettes Licht im Waldnieler Wohnzimmer gesorgt. „Der defekte Lampenstrang ist inzwischen ersetzt worden“, erklärte Bernd Garther auf Anfrage.

Die Gemeinde will jetzt ein Konzept erstellen, in dem die Erneuerung und Optimierung der Beleuchtung festgelegt wird. In Zukunft soll es im Gemeindegebiet nicht nur LED-Technik geben, sondern auch die Vielfalt an Lampentypen soll laut Küppers auf „sechs bis acht“ reduziert werden. Dabei sollen die Leuchtmittel je nach Alter ersetzt werden: Solche, die älter als 25 Jahre sind, werden generell ausgetauscht. Sind sie zwischen 15 und 25 Jahre alt, soll ein Ersatz in Abhängigkeit vom Zustand vorgenommen werden. Auch die Masten, die teilweise zwischen 50 und 60 Jahre alt sind, sollen geprüft werden.

Besonders Fußgängerüberwege, Schulwege und Bushaltestellen sollen in Zukunft besser ausgeleuchtet werden. Zudem ist die Investition in Regelungs- und Steuertechnik geplant. „Das jetzige System ist dumm“, sagte Bernd Garther am Dienstag bei der Pressekonferenz zur Ratssitzung im Waldnieler Rathaus. In Zukunft können die Leuchten individuell gesteuert werden. So könne die Leuchtkraft nachts um 3 Uhr reduziert werden. In den Morgenstunden, zwischen 7 und 8 Uhr, wenn viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zu Schulen sind, könne die Leuchtkraft erhöht werden. Diese Steuerung ist laut Gregor Küppers „zentral und mobil“ möglich. Eine solche individuelle Regeltechnik sei auch Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde Fördermittel beantragen könnte. Ein weiterer Vorteil: Durch die LED-Technik könnte der Energieaufwand um 50 Prozent reduziert werden.

Leuchten Schwalmtal Teil 9. Foto: Daniela Buschkamp
Leuchten Schwalmtal Teil 8. Foto: Daniela Buschkamp
Leuchten Schwalmtal Typ2. Foto: Daniela Buschkamp
Leuchten Schwalmtal Teil 6. Foto: Daniela Buschkamp
Leuchten Schwalmtal Teil 3. Foto: Daniela Buschkamp
Leuchten Schwalmtal teil 4. Foto: Daniela Buschkamp

Zu den Investitionskosten konnte die Verwaltung noch keine Angaben machen. Sie hat jetzt zunächst den Wartungsvertrag mit der Firma Horlemann Elektrobau um ein halbes Jahr bis 30. Mai 2020 verlängert.

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