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Schwalmtal: Pfarrer Wilhelm Kursawa gestorben

Nachruf : Pfarrer Wilhelm Kursawa gestorben

Wilhelm Kursawa ist nach längerer Krankheit am Donnerstag im Alter von 76 Jahren gestorben. 29 Jahre lang war er Begleiter der katholischen Gläubigen, bis 2018 mit Pfarrer Thorsten Aymanns zusammen in der Gemeinschaft der Gemeinden Schwalmtal.

Erst im September 2019 hatte der beliebte Geistliche im Schwalmtaldom seinen Abschied genommen. Noch im aktuellen Pfarrbrief wünschte er den Schwalmtalern alles Gute für 2020. Im Jahr 1990 hatte Kursawa mit Pfarrer Karl-Wilhelm Koerschgens den Pfarrverband Schwalmtal gegründet, der aus den sechs Pfarrgemeinden auf dem Gebiet der Gemeinde Schwalmtal besteht. Als Pastor sah Kursawa sich als Hirte, die Gläubigen aber nicht als Schafe, sondern jeder übernehme wichtige Aufgaben in der Kirche. Geboren am 23. September 1944, studierte Kursawa nach dem Abitur und der Bundeswehrdienstzeit Chemie und Biologie in Köln, legte dort 1975 sein zweites Staatsexamen für das Lehramt ab. Bis 1980 gab er Unterricht in  Essen und Schwalmtal-Waldniel. Über einen Fernkursus und Studien an der Universität Bonn absolvierte er seine theologische Ausbildung, wurde 1981 zum Diakon geweiht, ein Jahr später zum Priester. Er übernahm Aufgaben als Kaplan in Erkelenz, Eschweiler und St. Tönis, seit 1990 war er einer der beiden verantwortlichen Pastoren im Pfarrverband Schwalmtal. 1995 wurde er promoviert zum Thema Kirchenrecht, 2017 folgte die Promotion in geschichtlicher Theologie an der Universität Nottingham. Kursawa hatte sich darin mit Sünde und Buße im frühen Mittelalter beschäftigt. Die Messe zur Beisetzung findet am Samstag, 18. Januar, in St. Michael statt.

(busch-)