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Schwalmtal: Parteiloser Enzelbewerber Markus Pins für Wahlkreis 6120

Kommunalwahl 2020 in Schwalmtal : „Ich will ab 13. September Ratsherr sein“

Der 31-jährige Prokurist Markus Pins geht als Einzelbewerber für Eicken in die Kommunalwahl. Er will für die Bürger da sein, aber ohne den Druck von Parteien agieren.

Markus Pins kandidiert im Wahlbezirk 6210 gegen Willi Nooten (CDU), Christian Pesch (SPD) und Stephan Joebges (Grüne).

Sie treten bei der Kommunalwahl als Einzelbewerber in Wahlbezirk 6120 an. Und bräuchten einige hundert Stimmen, um den Bezirk direkt zu holen. Wie realistisch ist das?

Bei der letzten Kommunalwahl 2014 waren 220 Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von etwas über 50 Prozent für die Direktwahl notwendig. Ich persönlich würde mich freuen, wenn wir in diesem Jahr eine höhere Wahlbeteiligung sehen. Auch wenn dies bedeutet, dass eher 300 bis  350 Stimmen notwendig sind. Mit den etablierten Kandidaten von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen im  Wahlbezirk 6120 wird ein solches Ergebnis für mich als Einzelkandidat natürlich sehr ambitioniert. Ich bin aber optimistisch, dass die wahlberechtigten Einwohner die Möglichkeiten eines jungen, frischen und im Ort engagierten Vertreters aus ihrem Wahlbezirk erkennen und entsprechend abstimmen werden.

Was versprechen Sie sich von Ihrer Kandidatur?

Bei einer erfolgreichen Wahl: die Verjüngung des Gemeinderats, eine stärkere Besetzung der Themen Bauen, Leben, (Land-)Wirtschaft, Wachstum/ Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Digitalisierung aus Sicht der Generationen Y und Z sowie den konstruktiven Dialog mit den etablierten Ratsfrauen und -herren – ohne die Erwartungszwänge, die eine Parteimitgliedschaft mit sich bringen würde. Wenn ich nicht gewählt werde: gute Gespräche und Diskussionen mit den  Einwohnern im Vorfeld der Kommunalwahl, weitere Erkenntnisse über die Vorstellungen, Wünsche und Chancen der Menschen in der Gemeinde Schwalmtal und dem Wahlbezirk 6120 sowie eine Idee davon, was ich beim nächsten Mal besser machen kann.

Warum treten Sie als parteiloser Bewerber an?

Ich bin seit Jahren in der Überlegung, mich in Schwalmtal politisch zu engagieren. Jetzt habe ich Zeit dazu. Der Hauptgrund, warum ich als parteiloser Bewerber antrete: Ich habe das Gefühl,   dass es eine hohe Erwartungshaltung der Parteien an die Lokalpolitiker gibt. Auf der anderen Seite gibt es die Interessen der Menschen im Wahlkreis. Das passt nicht immer zusammen

Welcher der bestehenden Parteien fühlen Sie sich nahe?

Ich bin ehrlich gesagt froh, hier derzeit keine Entscheidung treffen zu müssen. In Bezug auf die Grundwerte und -überzeugung aber wohl am ehesten einer etwas grüneren CDU.

Welche Resonanz haben Sie bisher erfahren?

Von den meisten gab es Zuspruch in Form von kurzen Anrufen, WhatsApp-Nachrichten oder Gesprächen beim Spazierengehen im Ort. Dass ich ohne Partei an den Start gehe, fanden einige gewöhnungsbedürftig, aber nach einer kurzen Erläuterung auch nur logisch und nachvollziehbar. Insofern bin ich bisher zufrieden mit den Rückmeldungen und denke, hier eine echte Alternative für viele Wähler zu bieten.

 Was  wäre für Sie persönlich ein gutes Ergebnis?

Wenn sich auf Grund der größeren Bewerberzahl die Wahlbeteiligung erhöht und eine echte Diskussion zu den von mir vertretenen Themenschwerpunkten entsteht. Und wenn ich mich nach dem 13. September  Ratsherr nennen darf.

(busch-)