Schwalmtal: Neue Räume für die Grundschule Waldniel

Schule in Schwalmtal : Neue Räume für Grundschule Waldniel

Die 430 Kinder an der Grundschule Waldniel können aufatmen: Sie haben durch einen neuen Anbau bald mehr Platz. Vier Klassenräume sind mit flexiblen Möbeln ausgestattet. Im Januar beginnt der Bau einer größeren Mensa.

430 Mädchen und Jungen lernen an der Grundschule an den „Sechs Linden“ in Schwalmtal-Waldniel. „Und für das kommende Schuljahr liegen weitere 130 Anmeldungen vor“, sagt Schulleiterin Nadine Bonsels. Mit derart vielen Kindern würde die Raumnot an der Schule, die aus Gebäuden unterschiedlicher Jahrgänge besteht, noch verstärkt. Gut, dass der neue Anbau steht. Möglich wurde die Investition in Höhe von rund 870.000 Euro durch das Förderprogramm „Gute Schule 2020“.

Die neuen Möbel für die Unterrichtsräume (Kosten: rund 80.000 Euro) sind soeben geliefert worden. „Wir warten nur noch auf die Schlussabnahme“, sagt Thomas Drechsler, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Schulen im Schwalmtaler Rathaus. Diese könnte im Januar erfolgen. Dann, so schätzt Nadine Bonsels, könnten die Viertklässler Ende Januar, Anfang Februar in die vier neuen Klassenräume umziehen. Die frei werdenden Räume sollen für ein größeres Lehrerzimmer umgebaut werden. Außerdem bietet der Anbau, so Bonsels Stellvertreterin Andrea Kühne, zwei dringend benötigte Gruppenräume. „Wir haben viele Ehrenamtler, die die Kinder unterstützen. Bisher fehlte für sie Platz, oft saßen sie auf den Fluren“, sagt Kühne.

„Die neuen Klassen unterscheiden sich deutlich von den bisherigen Räumen“, sagen die Pädagoginnen. Das Besondere an den neuen Möbeln: Es sind Einzeltische statt Doppeltische; diese können einfach bewegt werden. Die Stühle sind über ein Fußbänkchen variabel, so dass sie auch für Kinder jeder Größe bequemer sind. Zudem bieten die neuen Räume Möglichkeiten für digitales Lernen.

Hinter der Tafel ist Platz für die PC-Ausstattung. Foto: Daniela Buschkamp
Der Speisesaal im Altbau ist zu klein. Als Ersatz wird eine Mensa gebaut. Foto: Daniela Buschkamp
Der Erweiterungsbau ist am roten Dach zu erkennen. Foto: Daniela Buschkamp

Unverändert eng ist es noch im Speiseraum, der im Altbau untergebracht ist und der „nur Platz für 75 Kinder bietet“, sagt Nadine Bonsels. Da aber 150 Kinder dort essen würden, funktioniere das nur über ein Schichtsystem. Und Bonsels rechnet damit, dass der Bedarf an Ganztagsbetreuung steigt; bereits jetzt gebe es eine Warteliste. Deshalb freut sie sich auf die neue, größere Mensa. Das Gebäude ist geplant mit einer Holzfassade, einer großen Fensterfront und einem Multifunktionsraum. Es wird vor dem Altbau errichtet. Aus dem alten Speiseraum sollen zwei Räume für die Betreuung werden, damit gebe es dann sieben.