Bauvorhaben in Schwalmtal Neues Baugebiet in Dilkrath geplant

Schwalmtal · Wohnen in Dilkrath ist beliebt – so beliebt, dass die Gemeinde ein neues Baugebiet plant. Auf einer Fläche zwischen Nordstraße und Vorstadt sollen neue Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäuser entstehen. Doch die Planung ist kompliziert.

 Im Norden von Dilkrath könnten 15 Einzelhäuser oder Doppelhaushälften entstehen sowie zwei Mehrfamilienhäuser.

Im Norden von Dilkrath könnten 15 Einzelhäuser oder Doppelhaushälften entstehen sowie zwei Mehrfamilienhäuser.

Foto: Daniela Buschkamp

In Dilkrath fehlt Platz für Wohnungen und Häuser: „Eine Umfrage hat 30 Anfragen auf neun zur Verfügung stehende Baulücken ergeben“, sagt Bernd Gather, Leiter des Fachbereichs Planung, Verkehr, Umwelt. Das Baugebiet sei ausschließlich für Dilkrather vorgesehen, „nicht für Interessenten aus Düsseldorf“. Zudem soll der Landschaftsrand besser geordnet werden. Dazu plant die Verwaltung, den Bereich zwischen den Straßen Vorstadt und Nordstraße als Bauland auszuweisen. Dafür wird der Bebauungsplan „Pastorskamp“ aufgestellt. Der Gemeinderat hat den bisherigen Verfahrensschritten zugestimmt.

Nach den Entwürfen ist vorgesehen, dass auf einer Fläche von rund 1,6 Hektar im Norden von Dilkrath gebaut werden kann. „Eine Grenze im Westen ist die Hecke zum Kindergarten“, sagt Planer Sebastian Schütt von der VDH Projektplanungs-GmbH aus Erkelenz. Zurzeit wird das Gebiet noch größtenteils als Grünfläche für die Landwirtschaft genutzt. Überwiegend sollen in dem Wohngebiet Einzelhäuser oder Doppelhaushälften entstehen. „Es gibt Platz für rund 15 freistehende Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften sowie zwei Mehrfamilienhäuser“, sagt Schütt. Die Mehrfamilienhäuser sollen auf den westlichen Teil des Plangebiets gelenkt werden.

Errichtet werden sollen die neuen Häuser in einer offenen Bauweise, aber es gibt auch Vorgaben: „Aus Gründen der gestalterischen Harmonisierung sind die Doppelhäuser mit gleicher Dachform, Dachneigung, Trauf- und Firsthöhe, Dacheindeckung und Fassaden-Materialien“ zu gestalten, heißt es im Entwurf. Garagen und Carports sind nur innerhalb der überbaubaren Flächen vorgesehen. Zudem sollen Einfriedungen überwiegend transparent gehalten werden.

Die Gemeinde will auch „Schottergärten“ vermeiden. So ist im Entwurf festgelegt, dass die Vorgärten zu mindestens 60 Prozent Grün aufweisen müssen.

Ein Thema ist noch die Straßenführung. Zunächst war laut Schütt ein Ringschluss zwischen Nordstraße und der Straße „Vorstadt“ geplant. Die Umsetzung sei aber kompliziert, da die Nordstraße eine Landesstraße ist. Um das Bauvorhaben so schnell wie möglich weiter verfolgen zu können, wird nun mit einer anderen Verkehrsführung geplant: Parallel zur Straße „Vorstadt“ soll eine neue Straße in das Wohngebiet führen; von ihr geht eine Straße parallel zur Nordstraße als Wendehammer ab. „Die Planungen für den Wendehammer werden wir noch weiter ausarbeiten“ kündigt Schütt an. Da es sich um ein beschleunigtes Planverfahren handelt, muss der Satzungsbeschluss bis Dezember 2021 erfolgt sein. Zeitliche Probleme seien nicht zu befürchten.

Info Noch bis zum 27. Juli sind die Pläne im Zimmer 210 im Rathaus, Markt 20 in Waldniel, einzusehen. Terminvereinbarung nötig unter Telefon 02163 946-157 oder 02163 946-129.

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