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Schwalmtal: Markus Borsch zeigt seine Fotos in Rathaus Waldniel

Neue Ausstellung im Rathaus Waldniel : Mit der Kamera und dem Bulli Motive finden

Markus Borsch, Hobbyfotograf aus Amern, zeigt zurzeit seine Bilder im Waldnieler Rathaus. Die Begeisterung für das Fotografieren entdeckte er in seiner Jugend. Die Geschichte einer Leidenschaft.

Nach dem Lockdown wird es sich lohnen, einfach mal so, ohne Anlass, ins Rathaus am Markt zu gehen. Dort wird man Feuerwehr-Oldtimern begegnen, Rotkehlchen und einem Biber oder den Wahrzeichen der Schwalmtaler Ortsteile. Nach der fünf Jahre dauernden Ausstellung mit Gemälden des Neussers Reiner Lichtenscheidt  sind an Wänden der Flure und Räume im Rathaus  29 Fotografien von Markus Borsch zu sehen. Weitere sollen folgen.

Es war Alexandra Vahlhaus, bei der Verwaltung zuständig für Kultur und Tourismus, die auf den in Amern geborenen und dort aufgewachsenen Borsch zukam und sagte: „Markus, mach mal“, erinnert sich der 47-Jährige. Die beiden verbindet das Musikprojekt Fighting Spirits: Alexandra Vahlhaus ist Vorsitzende, Markus Borsch begleitet die Kinder, Jugendlichen und Musiker fotografisch.

Der Textiltechniker betrachtet das Fotografieren als eine „reine Leidenschaft, die ich vor einigen Jahren wieder habe aufleben lassen“. Schon als Teenie hat er fotografiert: „Ich bin 30, 40 Kilometer mit meinen Kumpels auf dem Rad durch die Wälder und Felder gestreift. Und wir haben Bilder mit der alten Kamera meines Vaters gemacht.“ Mit zusammengespartem Geld wurden die Bilder entwickelt. Mit 16 Jahren kaufte Borsch seine erste eigene Kamera: eine Nikon. Diese Zeit war eine gute Schule, so erzählt er. Nicht nur habe er seine Heimat intensiv kennengelernt, auch das gute Auge für das gute Motiv habe er dadurch,  wenn auch unbewusst, entwickelt.

Und genau darum geht es: zu sehen, was zu fotografieren sich lohnt.

Das Portfolio von Markus Borsch ist weit gefächert: lokale Motive wie das Rathaus in Waldniel, die kleinen Straßen der Dörfer, die Seen. Der Bereich Landschaft, Natur und Tierwelt nimmt einen weiteren großen Raum ein. Das liegt auch daran, dass Borsch gerne in seinem Bulli herumreist: „Und wenn ich dann morgens die Tür öffne und den Nebel über der Landschaft sehe, muss ich einfach fotografieren.“ Wenn er zu Hause ist, beschäftigt er sich auch mal gerne mit kleinen fotografischen Stillleben: spielt mit der Wirkung von Licht und Schatten, von Spiegelungen, von Schwarz und Weiß. Am Computer bearbeitet er seine Bilder kaum. Das Motiv muss direkt stimmen. Dabei helfe die Technik seiner digitalen Kamera. Seine Kamera begleitet ihn immer.

Info In der Corona-Krise kann das Rathaus am Markt 20 nur nach Anmeldung besucht werden.

(b-r)