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Brüggen: Schwalmgemeinden wollen stärker zusammenarbeiten

Brüggen : Schwalmgemeinden wollen stärker zusammenarbeiten

Durch die interkommunale Zusammenarbeit könnten in den Rathäusern Stellen gestrichen werden

Einstimmig hat der Brüggener Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit gegeben. Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal wollen künftig in mehreren Bereichen enger zusammenarbeiten. Dies sind zunächst die Wohngeldberatung, die Rentenberatung und die Berechnung von Elterngeldbeiträgen.

Einen gemeinsamen Bauhof für die drei Kommunen wird es erst einmal nicht geben, die rechtlichen Grundlagen sind in den Kommunen zu unterschiedlich. Allerdings wollen die Kommunen einander Spezialgeräte je nach Saison an die Nachbargemeinden verleihen, gemeinsam Ausschreibungen vornehmen und Schulungen planen. Auch soll ein gemeinsamer Bereitschaftsdienst der Bauhöfe eingerichtet werden, dafür wurde eine Testphase von einem Jahr vereinbart. Die Stadt Nettetal, so berichtete Bürgermeister Frank Gellen (CDU) habe Interesse bekundet, sich an der Zusammenarbeit zu beteiligen. Nach der Testphase könnte jeweils ein Nettetaler Mitarbeiter mit einem Kollegen aus Brüggen, Niederkrüchten oder Schwalmtal den Bereitschaftsdienst übernehmen.

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Um die Wohngeldberatung für die drei Gemeinden kümmert sich künftig die Gemeindeverwaltung in Schwalmtal. In Brüggen und Niederkrüchten wird an einem Vormittag in der Woche eine Beratung angeboten. Wer keine Beratung benötigt und nur einen Antrag stellen möchte, kann diesen beim Bürgerservice in seiner Gemeinde abgeben. Zwei Sachbearbeiterinnen mit insgesamt 42 Stunden pro Woche kümmern sich um den Bereich Wohngeld.

Um die Rentenberatung kümmert sich eine Sachbearbeiterin bei der Gemeindeverwaltung in Brüggen, ihr Stundenumfang liegt bei 30 Stunden pro Woche. Antragsteller aus Niederkrüchten und Schwalmtal können ihre Anträge weiterhin bei ihren Verwaltungsstellen einreichen, wenn sie keine Beratung brauchen. Für alle, die Beratung benötigen, werden an einem Vormittag pro Woche Sprechzeiten auch in Niederkrüchten und Schwalmtal angeboten. Um die Berechnung der Elterngeldbeiträge kümmert sich die Gemeindeverwaltung Niederkrüchten. Die Sachbearbeiterin in Brüggen, die jetzt noch diesen Bereich betreut, geht in Rente, ihre Stelle in Brüggen wird dann nicht neu besetzt. So werden die Verwaltungen künftig wohl häufiger verfahren. "Es ist keine einzige Stelle gefährdet", betonte Gellen in der Hauptausschusssitzung. Allerdings könnten durch den Renteneintritt von Mitarbeitern Stellen entfallen.

Ob die Beratungszeiten in den Kommunen ausreichend sind, gilt abzuwarten. Gegebenenfalls sollen die Zeiten angepasst werden. Gellen bat um weitere Hinweise, wo eine Kooperation sinnvoll sein könnte.

In Niederkrüchten hatte der Hauptausschuss das Thema vertagt, um noch offene Fragen zu klären. Dort wird am 7. März bei der Hauptausschuss-Sitzung wieder über die interkommunale Zusammenarbeit gesprochen. In Schwalmtal steht das Thema am Dienstag, 14. Februar, auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses.

(bigi)