Adventszeit in Schwalmtal Sturm beschädigt Buden beim Waldnieler Weihnachtsmarkt

Schwalmtal-Waldniel · Böses Erwachen für die Aussteller beim Waldnieler Weihnachtsmarkt: Der Sturm beschädigte etliche Buden. Am Sonntag war das Angebot deshalb etwas kleiner, aber dennoch oho.

Die Strickgruppe beim Weihnachtsmarkt Waldniel. Am Sonntag war der Markt etwas kleiner — der Sturm hatte einige Buden beschädigt.

Die Strickgruppe beim Weihnachtsmarkt Waldniel. Am Sonntag war der Markt etwas kleiner — der Sturm hatte einige Buden beschädigt.

Foto: Sroka

Für den Waldnieler Weihnachtsmarkt bereiten sich jedes Jahr zahlreiche Aussteller vor, basteln, werkeln und nehmen sich Zeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sorgte jedoch der Sturm für manche für ein jähes Ende. Erst regnete es am Samstag, dann kam in der Nacht stärkerer Wind auf. Einige Verkaufsstände auf dem Marktplatz hatten Pech, sie fanden morgens die Marktzelte beschädigt vor, teils war die Ware komplett auf dem Platz verteilt.

„Es sah aus wie im Krieg“, sagt Lotti Hannemann von der Waldnieler Zwar-Gruppe. „Wir haben uns so angestrengt, und als ich früh hier ankam, flogen unsere Sachen überall rum, ich musste weinen, als ich das sah“, beschreibt sie traurig ihre Eindrücke. Einige Stände waren umgekippt, einige Aussteller bauten für den Sonntag ihre Stände gar nicht mehr auf. Wilma Weber, Kerstin Martens und Hanny Kalt von der Zwar-Gruppe hofften darum am Sonntag, dass es trocken bleiben würde, und boten ihre gehäkelten, genähten oder bemalten Baumanhänger an sowie verzierte Kerzen und Grußkarten.

Heinz Uhing arbeitet das ganze Jahr an seinen Holzdekorationen: er stellt aus Fichten- und Tannenholz Krippen, Kerzen, Futterhäuser und vieles mehr her. Das Holz sieht urig aus, es ist rustikal abgeflämmt. Der Strickverein St. Ulrich aus Dülken bot wieder diverses Selbstgefertigtes an. „Da, wo unsere Hilfe gebraucht wird, werden wir aktiv, sei es jetzt durch Spenden an das Frauenzentrum Viersen oder wie kürzlich mit einer Anzahlung für eine neue Küche nach einem Wohnungsbrand“, berichtete Denise von Ameln. Silke Backes brachte ihre erwachsenen Töchter auf die Idee, für das WDR2-Weihnachtswunder zu basteln. In einer Familienaktion mit ihrem Mann Ulli fertigten die vier aus CDs, Birkenholz und Teelichtern hübsche Tischdekorationen. Der Erlös soll gespendet werden.

„Honig mit Chili ist dieses Jahr der Renner“, freut sich Günther Laufenberg von der Waldnieler Imkerei Kiwitt. Michael und Jenni Schreiber aus Eicken haben Dinkelkissen und dekorierte Kerzengläser „mit Liebe selbst gemacht“. Der Karnevalsverein UKF bot Glühwein an und der Fußballverein SC Waldniel hatte eine Tombola auf die Beine gestellt, beide Vereinskassen können durch den jeweiligen Erlös aufgestockt werden.

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